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Die schönsten Trafohäuschen Europas
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Umfunktionieren = für einen anderen als den eigentlichen, ursprünglichen Zweck nutzen (Duden)
Umfunktionierung von Trafohäuschen

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Im Zuge der Modernisierung des Stromnetzes, der Umstellung der alten Freileitungen auf Erdkabel, wurden und werden viele jetzt funktionslos gewordenen Turmstationen abgerissen (siehe unser Trafo-Friedhof) und durch moderne Kabelfertigstationen ersetzt. Abriss muss aber nicht die einzige Lösung sein. Besonders alte, bau- und technikgeschichtlich interessante Stationen können als Bau- und Kulturdenkmale unter Denkmalschutz gestellt werden, einige wurden in Freilichtmuseen umgesetzt, oder sogar zu kleinen Museen umgewandelt.
In den letzten Jahren erkannten immer mehr Menschen das Potential der kleinen, vertrauten, oft ortsbildprägenden Türmchen, bewahrten diese vor dem Abbruch und führten sie in unermüdlicher ehrenamtlicher Arbeit neuen Nutzungen zu. Allen voran die Naturschützer (Verbände und Einzelpersonen), die bereits sehr viele Turmstationen zu Artenschutztürmen und "Tierhotels" umgebaut und so Lebensraum für Eulen, Falken, Fledermäuse, Schwalben, Insekten und viele andere bedrohte Tierarten geschaffen haben, teilweise in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Gemeinden, Behörden und Stromversorger. Auch für Künstler bietet sich ein reiches Betätigungsfeld: Trafostationen wurden zur Kunstgalerie, zum Kunstobjekt und zur Fläche für Wandmalerei und Graffiti.
Vor dem Abriss der Trafostation Schmalensee machte die örtliche Feuerwehr den vermutlich nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag, den Turm als Gefängnis zu nutzen. Diese und andere Ideen konnten nicht verwirklicht werden, aber der Kreativität sind hier (fast) keine Grenzen gesetzt - abgesehen vom beschränkten Raum in einem Trafohäuschen. Wir können uns für einen stillgelegten Trafoturm je nach Größe und Lage z.B. folgende neue Nutzungsmöglichkeiten vorstellen: als Pizzeria, als Kiosk, als Postfiliale, als Crêperie, als Schuhreparaturwerkstatt, als Schlüsseldienst, als Kongresszentrum - oder als Studentenwohnheim ;-)
Wir stellen hier einige bereits realisierte Beispiele für sinnvolle und originelle Umfunktionierungen von stillgelegten Trafohäuschen vor:
 
Bushaltestellen - entspannt warten im Trafohäuschen

Bushaltestelle Meetschow 18 Bushaltestelle Meetschow 9 Bushaltestelle Meetschow 12 Bushaltestelle Meetschow 10 Bushaltestelle Meetschow 13 Bushaltestelle Meetschow 14 Bushaltestelle Meetschow 21
Das Trafohäuschen Meetschow im Wendland als Bushaltestelle
Fotos: © Pit Fischer, 2011
Dieser schmucke Turm dient dem kleinen Dorf Meetschow als Bushaltestelle. Er steht an der Durchgangsstraße Nähe Eichenweg 1-4. Meetschow liegt zwischen Vietze und Gorleben, nicht weit von der Elbe. Ein bauliches Glanzstück seiner Zeit, ist der Trafoturm aus dem Ortsbild nicht mehr wegzudenken. Die Kombination aus architektonischem und technikgeschichtlichen Denkmal und praktischer Verwendung in der Jetztzeit ist faszinierend.
Weitere Bilder und Infos zur Bushaltestelle Meetschow

Bushaltestellentrafohaeuschen Neuhaus 7 Bushaltestellentrafohaeuschen Neuhaus 2 Bushaltestellentrafohaeuschen Neuhaus 1 Bushaltestellentrafohaeuschen Neuhaus 5
Das Bushaltestellen-Trafohäuschen Karrenzin in Neuhaus (Landkreis Lüneburg)
Fotos: © Pit Fischer, 2011
Die Leute hier kennen ihr Wetter: warum im Regen auf den Bus warten, wenn der Trafoturm an der Bushaltestelle als trockenes Wartehäuschen genutzt werden kann? Eine wirklich praktische und originelle neue Funktion für die stillgelegte Trafostation - der neue Transformator befindet sich gleich nebenan in der Blechkiste. Zu besichtigen ist der Turm in Neuhaus an der Bushaltestelle 'Nh. Karrenzin' an der Ecke Lüneburger Straße / Am Alten Sägewerk. Die Lüneburger Straße ist die B 195 von Boizenburg nach Wittenberge.
Weitere Bilder und Infos zur Bushaltestelle Neuhaus

Bushaltestelle Chinesentempel Breitenborn   Aussichtsturm Farsø Overvejen
Trafohäuschen als Bushaltestellen in
Breitenborn und Aars
Fotos: © Torsten Wünsche, 2011 und Michael Magnussen, 2012


 
Trafohaus wird zum Wohnhaus

Wohntrafohaus Neustadt bei Coburg 12 Wohntrafohaus Neustadt bei Coburg 10 Wohntrafohaus Neustadt bei Coburg 11 Wohntrafohaus Neustadt bei Coburg: Zeichnung Wohntrafohaus Neustadt bei Coburg 5 Wohntrafohaus Neustadt bei Coburg 7
Der Trafoturm Neustadt Angerweg von 1921/1922: heute ein Wohnhaus
Fotos: © Hans Kast, 1930-2012
Zeichnung mit freundl. Genehmigung von © Architekt W.H.Eiffler, München
Das 1921/1922 erbaute Transformatorenhaus in der Innenstadt von Neustadt bei Coburg war die erste Stromversorgungsquelle der Stadt. Das Foto ganz links ist eine Aufnahme von 1930 und zeigt, wie die Station und die Umgebung vor dem Krieg ausgesehen haben. Als der Bau 1988 von der Stadt zum Abriss freigegeben wurde, kaufte der jetzige Besitzer die leerstehende Turmstation, um sie zum Wohnhaus umzubauen. Dadurch konnte glücklicherweise der Abbruch des historischen Gebäudes verhindert werden. Die Idee war, den Turm nach der neuen Wohnnutzung als eigenständiges Gebäude zu erhalten, damit auch für Außenstehende und nachfolgende Generationen die ehemalige Funktion als Trafohaus klar erkennbar bleibt.
Der neue Turmherr verwandelte den alten Turm in drei Jahren Bauzeit in ein behagliches Eigenheim. Da die alte Trafostation mit 24 qm Grundfläche als Wohnraum nicht ausgereicht hätte, wurde ein vorgefertigter Wohncontainer (Raumzelle) neben dem Turm auf Stahlstützen aufgestellt, als verbindendes Element ein verglastes Treppenhaus errichtet. In das alte Walmdach wurde ohne Stilbruch eine Gaupe eingebaut, Fenster und Läden durch entsprechende Fundstücke stilgerecht ergänzt. Die Gesamtwohnfläche von Turm und Container beträgt nun 121,5 qm.
Dass die Umfunktionierung in vieler Hinsicht gelungen ist, zeigt sich im Wohlbefinden des Bewohners, der in diesem Haus seit über 21 Jahren wohnt.
Weitere Bilder und Infos zum Wohntrafohaus Neustadt bei Coburg

Zum Wohnhaus ausgebautes Trafohaeuschen von 1931 in Moehlin 1 Zum Wohnhaus ausgebautes Trafohaeuschen von 1931 in Moehlin 3 Zum Wohnhaus ausgebautes Trafohaeuschen von 1931 in Moehlin 4 Zum Wohnhaus ausgebautes Trafohaeuschen von 1931 in Moehlin 2 Zum Wohnhaus ausgebautes Trafohaeuschen von 1931 in Moehlin 4 Zum Wohnhaus ausgebautes Trafohaeuschen von 1931 in Moehlin 4 Zum Wohnhaus ausgebautes Trafohaeuschen von 1931 in Moehlin 4 Zum Wohnhaus ausgebautes Trafohaeuschen von 1931 in Moehlin 4
Das Trafohäuschen von 1931 in Möhlin: seit 1997 ein Wohnhaus
Fotos: © Werner Boss und Paul Fischler
Das 1931 erbaute Trafohäuschen am Ryburgpark 9 in Möhlin (Kanton Aargau, Schweiz) sollte 1994 abgerissen werden. Der Werbegrafiker Paul Fischler kaufte das mit seinen Jugenderinnerungen behaftete Türmchen, verhinderte den Abriss und hatte nun zwei Jahre mit bürokratischen Hürden, mit Baurecht und Finanzierungsproblemen zu kämpfen, bis der Ausbau 1996 beginnen konnte und im Mai 1997 fertig war.
Mit viel Engagement, Kreativität, innovativen Ideen und der Investition von 450.000 Franken ist ein einzigartiges Bauwerk mit 95 m2 Wohnfläche geschaffen worden, das zu einem Markenzeichen von Möhlin geworden ist und in den Schweizer und internationalen Medien viel Beachtung fand: es gilt als das einzige bewohnte Trafohäuschen der Schweiz.
Weitere Bilder und Infos zum Wohntrafohaus Möhlin

Cafe Winzig in Wittenburg 1 Cafe Winzig in Wittenburg 1 Cafe Winzig in Wittenburg 1
Das ehemalige Trafohaus in Wittenburg: vom Café zum Wohnhaus
Fotos: © Pit Fischer, 2012
Die ehemalige Trafostation Wittenburg steht zentral in der Bahnhofstraße 1a, Ecke Lindenstraße. Das denkmalgeschützte Gebäude erfuhr in seiner Geschichte gleich eine zweifache Nutzungsänderung: Es diente zunächst eine Zeit lang als Café mit dem passenden Namen "Café Winzig". Nach einem Brand wurde es restauriert und wird heute als Privatwohnung genutzt.
Weitere Bilder und Infos zum ehemaligen "Café Winzig" im Trafohaus zu Wittenburg

Wohntrafoturm Potsdam Zernsee 1 Wohntrafoturm Potsdam Zernsee 2 Wohntrafoturm Potsdam Zernsee 3
Das ehemalige Trafohaus am Zernsee wurde zum Wohnhaus
Fotos: © Manfred Kühl, 2014
Ein altes Trafohäuschen am Zernsee im Potsdamer Ortsteil Golm wurde zum Wohnhaus umgebaut.

Weitere Bilder und Infos zum Wohn-Trafohaus am Zernsee


 
Kleine Turmherren: Trafohäuschen als Kinderhaus und Spielgerät

Kinderhaus-Trafoturm Niederurff 1 Kinderhaus-Trafoturm Niederurff 2 Kinderhaus-Trafoturm Niederurff 3 Kinderhaus-Trafoturm Niederurff 4 Kinderhaus-Trafoturm Niederurff 5 Kinderhaus-Trafoturm Niederurff 6
Das alte Trafohäuschen in Niederurff wird zum Kinderhaus
Fotos: © Stefan Pollmächer
Das historische Trafohäuschen am Rand des Niederurffer Spielplatzes, gleich neben dem Dorfbach, sollte 2008 abgerissen werden. Der Arzt Dr. Stefan Pollmächer hat den Turm übernommen und dadurch vor dem Abriss bewahrt. Das Äußere wurde in seiner Ursprünglichkeit belassen und keine Details verändert. Innen wurde die Trafostation zu einem Kinderhaus für die Jungs der Familie umgebaut und unter Denkmalschutz gestellt. Den frischgebackenen kleinen Turmherren scheint es zu gefallen, wie man auf den Fotos sieht.
Weitere Bilder und Infos zum Kinderhaus-Trafoturm Niederurff bei Bad Zwesten

Trafoturm im Energiemuseum als Rutschbahn 1 Trafoturm im Energiemuseum als Rutschbahn 2
Ein Trafoturm als Rutschbahn auf dem Spielplatz des Dänischen Energiemuseums
Fotos: © Michael Magnussen, 2013
In den Außenanlagen des Energiemuseums sind u.a. auch einige Trafotürme zu besichtigen. Eines der originellsten Ausstellungsstücke ist diese Blech-Turmstation, die auf dem Kinderspielplatz aufgestellt und zum Spielgerät umgebaut wurde.
Weitere Bilder und Infos zum Energiemuseum Tange, Mitteljütland/Dänemark


 
Entspannt: Hobby- und Freizeittürme

Umspannstation II Leipheim Wissmannstrasse Modell der Villa Ampere Umbau Villa Ampere 2 Logo der Villa Ampere Umbau Villa Ampere 3 Umbau Villa Ampere 4 Umbau Villa Ampere 4
Der alte Trafoturm von 1954 in Leipheim wird zur Villa Ampere
Fotos und Modell: © Hans Zachai, Logo: © Ines Zachai
Die Umspannstation II Leipheim in der Wissmannstraße 9, erbaut im Jahr 1954, stand zum Abriss an. Hans Zachai, Nachbar des Trafohäuschens, bewahrte die Turmstation vor dem Abbruch und baute den "ent-spannten" Trafoturm im Jahr 2014 mit einer unglaublichen Begeisterung in unermüdlicher Eigenarbeit und mit der Hilfe vieler Verwandter und Freunde zu einem "Entspannungsturm" um: die Villa Ampere entstand. Auf unserer Sonderseite ist dieses außergewöhnliche Umbauprojekt ausführlich und reich bebildert dokumentiert, von der ursprünglichen Trafostation (mit Bauplan) über die Planung bis zur Fertigstellung und Inneneinrichtung.
Weitere Bilder und ausführliche Dokumentation zur Villa Ampere in Leipheim

Hobby-Trafoturm Niendorf 1 Hobby-Trafoturm Niendorf 2 Hobby-Trafoturm Niendorf 3
Der Trafoturm in Niendorf auf der Insel Fehmarn wurde zum Hobbyturm
Fotos: © Pit Fischer, 2013
Die Backstein-Turmstation steht in der Dorfstraße 17 und ist heute in Privatbesitz. Das Trafohäuschen wurde nach der Stilllegung des Trafos vom Hausbesitzer übernommen und dient nun als Hobby- und Freizeitturm, in dem z.B. seine Vogelvolieren untergebracht sind.
Weitere Bilder zum Hobby-Trafoturm Niendorf


 
Fit am Turm: Trafotürme als Sportstätte

Kletter-Trafoturm Uttrichshausen 1 Kletter-Trafoturm Uttrichshausen 2 Kletter-Trafoturm Uttrichshausen 3 Kletter-Trafoturm Uttrichshausen 4
Die alte Trafostation Uttrichshausen wurde zum Kletterturm
Fotos: © Pit Fischer, 2012
Die stillgelegte Turmstation steht in der Mottener Straße unterhalb der Autobahnbrücke (A7) in Uttrichshausen (Hessische Rhön). Anstelle des Abbruchs der nun überflüssig gewordenen Station entschied man sich hier zum Glück für den Erhalt des Gebäudes: An zwei Fassaden des Turms wurden Kletterwände eingerichtet. Die Kletteranlage bildet zusammen mit Bänken, Blumenrabatten und weiteren Spiel- und Sportgeräten eine Art kleines Freizeitzentrum des Dorfs: eine gelungene Umnutzung und originelle Alternative zum Abriss des vielleicht 100 Jahre alten Türmchens. Uttrichshausen ist bis einschließlich 2015 Förderschwerpunkt im Hessischen Dorferneuerungsprogramm.
Weitere Bilder und Informationen zum Kletter-Trafoturm Uttrichshausen


 
Vom Trafoturm zum Aussichtsturm

Aussichtsturm Aars Overvejen
Trafohäuschen Overvejen bei Aars: heute ein Aussichtsturm
Fotos: © Michael Magnussen, 2012
Was liegt näher, als aus einem alten Trafoturm einen Aussichtsturm zu machen? Die Station Overvejen Aars im dänischen Nordjütland ist stillgelegt. In dem schönen alten Backsteinturm kann man heute erfreulicherweise die Aussicht genießen oder im Trockenen auf den Bus warten. Und wenn es nicht regnet, lädt eine Bank zum Verweilen ein.
Weitere Bilder und Infos zum Aussichtsturm Aars Overvejen

Trafoturm Farsoe Lounsvej 1 Trafoturm Farsoe Lounsvej 2 Trafoturm Farsoe Lounsvej 3 Trafoturm Farsoe Lounsvej 4
Vom Trafoturm Lounsvej am Louns See Vögel beobachten
Fotos: © Michael Magnussen, 2012
Der hübsche Backsteinturm steht im Lounsvej (=Lounsweg) südwestlich von Farsø, nicht weit vom Hvalpsund am Limfjord im dänischen Nordjütland. Auf der Informationstafel erfahren wir interessante Daten über diesen stillgelegten Transformatortårn (Trafoturm). Erbaut wurde er im Jahr 1957, mit Änderungen 1978. Die in Dänemark typische Ziegelbauweise zeigt solide Baukultur und feine Handwerkstradition.
Im Jahr 1994 wurde die Turmstation wegen Umstellung auf Erdkabel überflüssig, die Gesellschaft Himmerlands Elektricitetsforsyning (Himmerlands Elektrizitätsversorgung) vermachte den Turm der Kirchengemeinde Louns, der auch das Grundstück gehört. Die Trafostation wurde zum Aussichtsturm und für die Vogelbeobachtung umgebaut und wurde am 22. April 1995 in der neuen Funktion eröffnet. So konnte dieser für seine Zeit typische Turm erhalten werden, während andernorts durch die schon erwähnte Umstellung auf Erdkabel viele abgerissen wurden.
Von oben hat man eine schöne Aussicht auf das Naturschutzgebiet Louns See (Naturbeskyttelsesomradet Louns Sø), ein See mit Feuchtgebiet und vielen Vogelarten, die von hier aus beobachtet werden können ohne sie zu stören.
Weitere Bilder und Infos zum Trafoturm Lounsvej


 
Café Trafohaus & Wirtshaus zum fidelen Trafo

Trafohaus Obernkirchen am Kirchplatz 1 Trafohaus Obernkirchen am Kirchplatz 2 Trafohaus Obernkirchen am Kirchplatz 3 Trafohaus Obernkirchen am Kirchplatz 4
Das Trafohaus Obernkirchen am Kirchplatz als Bildhauercafé
Fotos: © Dirk Eimermacher, 2015
Alle drei Jahre verwandelt sich das Trafohäuschen am Kirchplatz in Obernkirchen im Rahmen des hier stattfindenden Bildhauersymposiums zum Künstlercafé. Das 1904 erbaute und 1995 renovierte Trafohaus weist viele verspielte Details im "Zuckerbäckerstil" auf.
Weitere Bilder und Infos zum Bildhauercafé-Trafohaus Obernkirchen


Cafe Winzig in Wittenburg 1 Cafe Winzig in Wittenburg 2 Cafe Winzig in Wittenburg 3 Cafe Winzig in Wittenburg 4
Das Trafohaus in Wittenburg wurde zum "Café Winzig"
Fotos: © Pit Fischer, 2012
Die ehemalige Trafostation Wittenburg steht zentral in der Bahnhofstraße 1a, Ecke Lindenstraße. Das denkmalgeschützte Gebäude diente eine Zeit lang als Café mit dem passenden Namen "Café Winzig". Nach einem Brand wurde es restauriert und wird heute als Privatwohnung genutzt.
Weitere Bilder und Infos zum ehemaligen "Café Winzig" im Trafohaus zu Wittenburg


Trafostation Hamburg Volksparkstadion 1 Trafostation Hamburg Volksparkstadion 2 Trafostation Hamburg Volksparkstadion 3 Trafostation Hamburg Volksparkstadion 4
Das Trafohaus von 1926 am Hamburger Volksparkstadion wurde zur Gaststätte
Fotos: © Pit Fischer, 2012
Die ungewöhnliche Trafostation, ein ovaler Bau aus gelbem Backstein, steht an der Ecke August-Kirch-Straße/Max-Schmeling-Straße, in der Nähe des Volksparkstadions im Altonaer Volkspark. Seit 2006 steht das vom Architekten Gustav Oelsner entworfene Gebäude unter Denkmalschutz, seit 2008 wird es als Restaurant genutzt.
Weitere Bilder und Infos zum Restaurant Trafohäuschen am Altonaer Volksparkstadion


 
Backe backe Kuchen - im Trafo-Backhaus

Backhaus-Trafostation Wintershagen 1 Backhaus-Trafostation Wintershagen 2 Backhaus-Trafostation Wintershagen 3 Backhaus-Trafostation Wintershagen 4
Das Trafohäuschen von 1912 auf Gut Wintershagen wurde zum Backhaus
Fotos: © Pit Fischer, 2012
Gut Wintershagen, Ortsteil der Gemeinde Sierksdorf an der Ostsee, liegt in der Nähe vom Vergnügungspark "Hansa-Park", ausgeschildert "Gut Café Wintershagen". Das Trafohäuschen befindet sich jedoch nicht beim Café, sondern auf dem Hof des dahinter liegenden Gutshofs Wintershagen. Die historische Trafostation steht unter Denkmalschutz. Das aus Natursteinen gemauerte Trafohäuschen wurde 1994 zum Backhaus umgebaut und als solches bis heute genutzt.
Weitere Bilder und Infos zum Backhaus-Trafo auf Gut Wintershagen bei Sierksdorf/Ostsee


 
Vereinsheime, Begegnungsstätten, Jugendhäuser

Schreberjugend-Gruppenhaus Gross Borstel 1 Schreberjugend-Gruppenhaus Gross Borstel 2 Schreberjugend-Gruppenhaus Gross Borstel 3 Schreberjugend-Gruppenhaus Gross Borstel 4
Die Trafostation in Hamburg-Groß Borstel wurde zum Gruppenhaus der Schreberjugend
Fotos: © Pit Fischer, 2012
Das alte Trafohaus steht im Stadtteil Groß Borstel südlich vom Hamburger Flughafen am Rand des Eppendorfer Moors. Der langgezogene Flachbau wurde in den 1920er Jahren errichtet und steht heute unter Denkmalschutz. Das Haus war von Anfang an ein Mehrzweckgebäude und hat bereits verschiedene Umnutzungen hinter sich. Neben der Funktion als Transformatorenstation diente es als Aufenthaltsraum für die Stadtverwaltungstrupps und Maschinenraum für die HEW (Hamburgische Electricitäts-Werke AG, 1894-2002). Im Keller befand sich zeitweise ein Luftschutzraum. Später kamen ein Verkaufsraum und öffentliche Toiletten dazu. Heute ist ein Teil des Gebäudes als Gruppenhaus "Stadion-Nord" an die Schreberjugend Hamburg vermietet. Jugendliche des Stadtteils können hier ihre Freizeit verbringen.
Weitere Bilder und Infos zum Schreberjugend-Gruppenhaus in Groß Borstel


 
Urlaub im Trafohäuschen - Ferienhäuser und Hotels

Feriendomizil Rapunzelturm Oberuhldingen 1 Feriendomizil Rapunzelturm Oberuhldingen 2 Feriendomizil Rapunzelturm Oberuhldingen 3 Feriendomizil Rapunzelturm Oberuhldingen 4 Feriendomizil Rapunzelturm Oberuhldingen 5
Die Umspannstation von 1954 in Oberuhldingen wurde zum Feriendomizil "Rapunzel-Turm"
Fotos: © Hubert Weiß (linkes Bild) und © Diethard Nowak
Zwischen Überlingen und Meersburg am Bodensee steht im Feriendorf Oberuhldingen in der Alten Poststraße 44 dieses putzige Häuschen. Es ist ein ehemaliges Transformatorenhaus der Badenwerk AG aus dem Jahr 1954 (siehe Foto ganz links). In der überdurchschnittlich großen Trafostation waren ursprünglich zwei Transformatoren untergebracht. Die für eine Turmstation eher große Grundfläche (3 x 3 qm ohne Anbau) machte im Jahr 1999 einen Umbau zum Ferienhaus möglich. Der Bauingenieur Hubert Weiß erwarb das Gebäude samt dem 77 Quadratmeter großen Grundstück von der EnBW und verwandelte in 100 Prozent Eigenarbeit das ehemalige Trafohäuschen in ein Feriendomizil. So entstanden auf 3 Stockwerken 30 Quadratmeter Wohnraum, dazu noch ein Badezimmer im Anbau und ein 6 qm großer Balkon.
Im Jahr 2004 gewann Hubert Weiß den 1. Preis beim Wettbewerb des TV-Senders Pro 7 um das "pfiffigste Minihäuschen der Republik". 2007 verkaufte er das Trafohäuschen, das seitdem von der jetzigen Besitzerin als Ferienhaus "Rapunzel-Turm" vermietet wird. An diesem ehemaligen Ort der Hochspannung können nun Erholungssuchende spannende oder auch entspannte Ferien am Bodensee verbringen.
Weitere Bilder und Infos zum Rapunzelturm Oberuhldingen


Vom Trafoturm zum Hochzeitsturm - Hotel Schloss Wissen
Inspiriert durch das Schild "Hochspannung - Lebensgefahr" hat das Hotel Schloss Wissen in Weeze am Niederrhein den schlosseigenen Trafoturm zum "Hochzeitsturm" umfunktioniert. Die um die Jahrhundertwende erbaute Turmstation ging 1996 vom Netz. 2004/2005 wurde der Turm zur historisch eingerichteten Hochzeitssuite umgestaltet und in den Hotelbetrieb integriert ("Turm-Special"). Die Suite befindet sich im Anbau, im Turm selbst sind Küche, Bad und Bibliothek untergebracht. Als Garderobe dienen die ehemaligen Isolatoren.
Ein kleiner Text mit Foto befindet sich auf der Webseite von Schloss Wissen.
Quellen:
- Von Turm zu Turm, Klartext Verlag Essen 2011, S. 35-37
- Homepage Schloss Wissen

Trafoturm als Teil eines Hotels in Tschechien
Ein bereits baufälliger Trafoturm im tschechischen Dorf Stará Ves (Altendorf) musste nicht als Ruine enden, sondern ist seit 2016 Teil des Hotels Chata Severka Jeseníky.



 
Trafostationen als Archive und Bibliotheken

Centralstation Sigmaringen 1 Centralstation Sigmaringen 2 Centralstation Sigmaringen 3 Centralstation Sigmaringen 4
Die Centralstation Sigmaringen von 1893 wurde zum Kreismedienzentrum
Fotos: © Pit Fischer
Die Centralstation Sigmaringen von 1893 in der Fürst-Wilhelm-Straße 14 diente einst als Gleichstromverteilerstation für Schloss, Marstall und Rathaus Sigmaringen. Heute ist im Gebäude das Kreismedienzentrum des Landkreises Sigmaringen untergebracht. Das Gebäude ist renoviert, es sind keine Reste der alten elektrischen Anlagen mehr vorhanden.
Weitere Bilder und Infos zur Centralstation Sigmaringen



 
Der Trafoturm als Treppenhaus

Treppenhaus-Trafoturm in Frauenfeld 1 Treppenhaus-Trafoturm in Frauenfeld 2 Treppenhaus-Trafoturm in Frauenfeld 3
Ein alter Trafoturm in Frauenfeld wurde zum Treppenhaus
Fotos: © Werner Boss
Hier wurde ein schönes altes Trafohäuschen zu einem Treppenhaus umgebaut. Wie die Innenaufnahmen zeigen, ist der Treppenaufgang durch die bereits vorhandenen hohen Fenster, deren Form sich architektonisch an der Gebäudefassade fortsetzt, sehr hell und passt sich gut in das Gebäude-Ensemble ein. Von außen ist die Trafostation noch sehr schön als solche erkennbar, mitsamt dem alten Dach und der Metallspitze.
Weitere Bilder und Infos zum Treppenhaus-Trafoturm Frauenfeld


 
Schnapsbrennerei - Transformation von Maische zu Alkohol

Stromhaeusle Untere Alp 1 Stromhaeusle Untere Alp 7 Stromhaeusle Untere Alp 8 Stromhaeusle Untere Alp 9
Stromhäusle Untere Alp im Hotzenwald: heute eine Schnapsbrennerei
Fotos: © Pit Fischer, 2011
Die ehemalige Trafostation befindet sich beim Gasthaus Engel, Zur Unteren Alp 3, an der L 169 zwischen Stühlingen und Bonndorf im Südschwarzwald. Der untere Teil des Turms dient jetzt als Lagerraum der Brennerei - ein gelungenes Beispiel dafür, wie solch ein technisch überflüssig gewordenes Türmchen einer sinnvollen neuen Verwendung zugeführt werden kann.
Weitere Bilder und Infos zur Schnapsbrennerei Untere Alp


 
Kleinstkraftwerke - Stromerzeugung statt Stromtransformation

Sonnenstromturm Gedelitz 9 Sonnenstromturm Gedelitz 10 Sonnenstromturm Gedelitz 16
Der Sonnenstromturm Gedelitz im Wendland
Fotos: © Pit Fischer, 2011
Hier haben wir ein Beispiel, wie aus einem stillgelegten Trafohäuschen ein kleines Solarkraftwerk werden kann. Der Turm steht am Gedelitzer Ortsausgang Richtung Dünsche. Um die durch die Solarmodule verdeckte hintere Fassade des schönen Turms ist es einerseits ein wenig schade, rein ästhetisch gesehen. Andererseits bieten Stromerzeugungsverfahren wie Atomkraftwerke noch wesentlich weniger Ästhetik, dafür aber tödliche Gefahren. Der Einsatz von Photovoltaikanlagen auf ehemaligen Trafostationen ist eine faszinierende Idee und könnte vor allem bei architektonisch wenig interessanten Bauten zum Einsatz kommen. Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist allemal besser als Abbruch.
Weitere Bilder und Infos zum Solarstromturm Gedelitz

Wir haben von der Idee gehört, Kleinstwindanlagen auf stillgelegten Turmstationen zu installieren. Wenn der Turm frei steht, unbewohnt ist (wegen der Vibrationen) und die Gegend windig genug ist, wäre das durchaus vorstellbar. Der Wirkungsgrad von kleinen Windturbinen hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Auch die Probleme mit dem Schattenwurf wären deutlich geringer als bei Großanlagen. Der Vogelschutz müsste natürlich bei der Anlagenwahl berücksichtigt werden, ebenso der Denkmalschutz bei der Auswahl der in Frage kommenden Gebäude.


 
Trafohäuschen in der Landwirtschaft

Trafoturm Dettingen als Heulager 1 Trafoturm Dettingen als Heulager 2
Der alte Trafoturm in Dettingen bei Tübingen: heute ein landwirtschaftliches Heulager
Fotos: © Matthias Thalmeier, 2012
Die stillgelegte Turmstation stammt aus den Anfängen der Elektrifizierung. Jetzt wird er von seinem Besitzer oder Pächter als Heulager genutzt und ist so dem Abriss entgangen.
Weitere Bilder und Infos zum Trafoturm Dettingen


 
Vom Trafoturm zum Feuerwehrtrockenturm

Feuerwehrtrafoturm Ilbesheim 1 Feuerwehrtrafoturm Ilbesheim 2 Feuerwehrtrafoturm Ilbesheim 3
Der alte Trafoturm in Ilbesheim bei Landau in der Pfalz: heute der Schlauchtrockenturm der Feuerwehr
Fotos: © Feuerwehr Ilbesheim, 2011 (linkes Bild) und Richard Molke, 2012
Die stillgelegte Trafostation befindet sich "Im Brühl". Die Turmform bietet sich geradezu an, um von der Feuerwehr Ilbesheim als Trockenturm für ihre von Einsätzen oder Übungen nassen Schläuche sowie als Lagerraum genutzt zu werden. Zusätzlich hat die Feuerwehr auf dem Dach noch einen Storchenhorst für Familie Adebar angebracht, sodass noch ein zusätzlicher Nutzen für den Natur- und Artenschutz entstanden ist.
Weitere Bilder und Infos zum Trafoturm Ilbesheim


 
Trafostationen als Tierhotels und Artenschutztürme

Tierhotel Wilhelmsdorf Artenschutzturm Ohlenbuettel Tierhotel Sentenhart Trafoturm Steinbach als Tierhotel Naturschutz-Trafoturm Wohltorf
Trafohäuschen für Tiere
Die Bilder zeigen Trafotürme in Wilhelmsdorf, Ohlenbüttel, Sentenhart, Steinbach und Wohltorf.
Hier wohnen jetzt Fledermäuse, Schleiereulen, Turmfalken und andere Vögel, Amphibien, Hornissen, Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten - Oasen für die durch dichte Besiedelung und intensive Landwirtschaft bedrohte Tierwelt. Naturschutzverbände, Vereine und engagierte Privatleute sind auf diesem Gebiet aktiv.
Weitere Bilder und Infos zum Thema Trafotürme und Naturschutz


 
Trafohäuschen als Kunstobjekt

Kunst-Trafoturm Transformation auf der Halbinsel Lundo The Morning of the Poem - das blaue Wunder von Gstaad Trafostation Gnoien mit Illusionsmalerei KunstRaumTurm Oberteuringen Galerie TRAFO.1 Regenmantel
Kunst im und am Trafo: Kunstobjekte, Wandmalerei und Kleinstgalerien
Stillgelegte Trafotürme bieten ein reiches Betätigungsfeld für Künstler und Künstlerinnen. Hier faszinieren winzige Kunstgalerien mit originellen Ausstellungen. Auch können leere Trafostationen zu vielfältigen Kunstobjekten aus Licht, Farbe und Installationen umgestaltet werden. Die von uns bisher am meisten vorgefundene Kunstform ist die Fassadengestaltung der Trafohäuschen mit Wand- und Illusionsmalerei, meistens in Graffiti (Spraytechnik), teilweise aber auch mit Pinsel und Rolle ausgeführt. Da Wandmalerei nur die Außenwände betrifft und die Trafotechnik nicht tangiert, finden wir sie auch und hauptsächlich auf Stationen, die noch in Betrieb sind.
Die Bilder zeigen von links nach rechts das Kunstwerk Transformation von Christel Bækgaard und Javier Panos y Arenas auf der Halbinsel Lundø (Dänemark), das Werk The Morning of the Poem von Ugo Rondinone in Gstaad (Berner Oberland), einen Tante-Emma-Laden in Illusionsmalerei der Graffiti-Firma ART-EFX in Gnoien (Mecklenburg), die Farbgestaltung des KunstRaumTurm Oberteuringen im Bodenseehinterland und die Galerie TRAFO.1 in Regenmantel (Brandenburg), die kleinste Kunstgalerie der Welt.
Weitere Bilder und Infos in unserer Rubrik Kunst rund um's Trafohäuschen


 
Trafohäuschen als Museum oder im Museum

Strommuseum Damm 1 Strommuseum Damm 2 Trafoturm Herweg im Freilichtmuseum Lindlar 1 Trafoturm Herweg im Freilichtmuseum Lindlar 2 Station Wildes Ried in Kuernbach 1 Station Wildes Ried in Kuernbach 2
Trafotürme als Museum und in Museen
Der Stromturm in Damm von 1912 wurde vom Turmverein Damm zum kleinsten Strommuseum der Welt umgestaltet (Abbildungen links). Die Turmstationen Herweg von 1913 (Abbildungen Mitte) und Wildes Ried von 1918 (Abbildungen rechts) wurden in die Freilichtmuseen Lindlar und Kürnbach umgesetzt und damit zu Museumsexponaten umfunktioniert.
Weitere Bilder und Infos in unserer Rubrik Museen


 
Trafohäuschen als Bau- und Kulturdenkmale

Trafostation Radebeul Trafoturm Bodman Trafostation Leipzig-Leutzsch Bluethnerstrasse Trafostation Hamburg Volksparkstadion Trafoturm Insel Reichenau Trafostation Goetheanum Dornach Trafoturm Stockach
Denkmalgeschützte Trafostationen
Die Fotos zeigen Trafohäuschen in Radebeul, Bodman, Leipzig-Leutzsch, Hamburg-Bahrenfeld, Reichenau Oberzell, Dornach und Stockach.
"Ein Denkmal ist ein Zeugnis der kulturellen Entwicklung der Menschheit, dem im Rahmen der Erinnerungskultur ein besonderer Wert zugesprochen wird. Der Wert kann aus künstlerischer, politischer, technischer, städtebaulicher oder landschaftsgestalterlischer Leistung resultieren. Als schützenswertes Gut kann es Denkmalschutz genießen" (zitiert aus dem Wikipedia-Artikel 'Denkmal'). Und der Duden definiert: "erhaltenes [Kunst]werk, das für eine frühere Kultur Zeugnis ablegt".
Etliche Trafostationen wurden bereits zu Denkmalen umfunktioniert und unter Denkmalschutz gestellt.
Weitere Bilder und Infos in unserer Rubrik Denkmalschutz


 
Umfunktionierung von Isolatoren

Isolatoren als Kleiderhaken Isolator als Satellitenschuesselhalterung Isolatoren als Gartenbeeteinfassung
Isolatoren als Kleiderhaken, Halterung für eine Satellitenschüssel und Gartenbeeteinfassung
Alte Isolatoren sind kein Müll, sondern stellen Wertgegenstände dar. Sie wurden unter Einsatz von Arbeitskraft, Energie und Rohstoffen produziert und bestehen in der Regel aus hochwertigem Material, oft z.B. aus Rosenthal-Porzellan. Im Zug der Stromleitungsmodernisierung wurden sie zunehmend durch Kunststoffisolatoren ersetzt.
Sie können nicht nur als historische Dokumente in Museen und Sammlungen Verwendung finden, sondern auch zu dekorativen, praktischen und originellen Alltagsgegenständen umfunktioniert werden, wie die Bilder beispielhaft zeigen.
Siehe ausführlich in unserer Rubrik Entspannt: Praktische Verwendung von Isolatoren im Alltag



 
Wettbewerbe zur Umfunktionierung von Trafotürmen

Trafoturm Andhausen Wettbewerb Andhausen 1 Wettbewerb Andhausen 2 Wettbewerb Andhausen 3 Wettbewerb Andhausen 4 Wettbewerb Andhausen 5 Wettbewerb Andhausen 6 Wettbewerb Andhausen 7
Wettbewerb 2007 des Thurgauer Heimatschutzes zum Umbau des Trafoturms Andhausen
Foto: © Pit Fischer, 2014 (linkes Bild)
Abbildung der Wettbewerbsentwürfe mit freundlicher Genehmigung des © Thurgauer Heimatschutzes
Wettbewerb Andhausen 1 Zum 100jährigen Jubiläum veranstaltete der Thurgauer Heimatschutz einen Ideenwettbewerb zur Umnutzung der Trafostation Andhausen, einige Entwürfe sind oben abgebildet.
Es ging um zukunftsträchtige Ideen im Umgang mit diesem weit verbreiteten Bautypus. Erwartet wurden unkonventionelle und umsetzbare Vorschläge.
Aus der Wettbewerbsausschreibung:
"Der Sieger erhält kostenlos das Baurecht für die Trafostation in Andhausen auf 99 Jahre zur eigenen Nutzung, mit der Auflage, sein Projekt innerhalb eines Jahres auf eigene Kosten umzusetzen. Ausgeschlossen sind störende Nutzungen (Lärm, Verkehr). Zu beachten sind die äusserst geringen Raumdimensionen (Grundriss-Lichtmass 2,05 x 2,20m). Bei mehrgeschossiger Nutzung sollen die oberen Geschosse nicht nur über senkrechte Leitern erschlossen sein. Der Charakter des Gebäudes ist im Äusseren zu erhalten."
Aus 38 eingereichten Projekten hat das Beurteilungsgremium am 13. Dezember 2007 einstimmig das Projekt "MOST WANTED" der Architekten Mayo Bucher mit Drexler Guinand Jauslin, Zürich, mit einer neuen Nutzung als Mostausschank gewählt (siehe nebenstehendes Foto). Eine Klanginstallation soll den Mostgenuss im EG intensivieren. Weitere interessante Entwürfe waren "Biene summt" (eine Honigfabrik), "Rauchwurst" (Räucherkammer mit einem Aufzug für den Rauchkäfig) und "Selecta" (traforaumfüllender Automat, aus dem lokale Produkte bezogen werden können) und viele andere.
Ein Umbau der Turmstation Andhausen wurde jedoch bis heute (Stand März 2015) nicht realisiert.
Weitere Bilder und Infos zum Wettbewerb Andhausen


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Stand: 30. Dezember 2016
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