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Ohne die Natur kann man ganz und gar nichts machen. (Édouard Manet)
Trafotürme & Naturschutz

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Inhalt dieser Seite:
Artenschutztürme, Tierhotels, Türme mit grünem Pelz  *  Storchenhorste

Vogelschutz 1 Vogelschutz 2 Vogelschutz 3 Vogelschutz 4 Vogelschutz 5
Weitere Themenseite:
Vogelschutz an Freileitungen

Turmfalke Mit der Modernisierung der Stromnetze und der Entwicklung neuer Isolierungen hat sich die unterirdische Verlegung von Kabeln anstelle der früheren Freileitungen weitgehend durchgesetzt. Die Trafohäuschen werden mehr und mehr durch Beton- und Blechkästen oder kleine Anbauten ersetzt. Viele der schönen alten Turmstationen sind bereits abgebrochen, laufend kommen neue Abrisse hinzu. Neben dem Denkmalschutz und Nutzungsmöglichkeiten für Kunstprojekte und ähnliches (z.B. als Bushaltestelle, Schnapsbrennerei, Hotelzimmer,...) gibt es einen weiteren Grund, stillgelegte und funktionslos gewordene Trafotürme zu erhalten: den Naturschutz. Hier sind die netzbetreibenden Energieversorgungsunternehmen aufgefordert, nicht einfach nur abzureissen, sondern in Zusammenarbeit mit Naturschützern und Gemeinden diese (auch optisch und technikgeschichtlich) faszinierenden kleinen Bauwerke zu erhalten, wo immer es geht. Weiterführende Infos über Trafos und Naturschutz gibt es in unserer kleinen Linksammlung.
(Abb. links: Turmfalke an der stillgelegten Turmstation Blieschow, Insel Rügen, Foto: Oliver Hinzke)

 

Artenschutztürme, Tierhotels, Türme mit grünem Pelz

Trafoturm BUND Wohltorf 1 Trafoturm BUND Wohltorf 23 Trafoturm BUND Wohltorf 3 Trafoturm BUND Wohltorf 19 Trafoturm BUND Wohltorf 8 Trafoturm BUND Wohltorf 14 Trafoturm BUND Wohltorf 26
Trafoturm BUND Wohltorf 24 Trafoturm BUND Wohltorf 9 Trafoturm BUND Wohltorf 10 Trafoturm BUND Wohltorf 15 Trafoturm BUND Wohltorf 16 Trafoturm BUND Wohltorf 25 Trafoturm BUND Wohltorf 17
Der Trafoturm Wohltorf - Ein Heim für wilde Tiere
Fotos: Cornelia von Grauhaar, Richard Molke, Pit Fischer, 2011
2008 "entdeckte" ihn ein Mitglied der BUND Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg, ein halbes Jahr später war er Gegenstand eines Vertrages zwischen der Gemeinde Wohltorf und der Kreisgruppe: der Trafoturm am Wohltorfer Kirchberg, direkt an der Grenze zu Aumühle gelegen. Am 17. Oktober 2009 wurde der Turm eingeweiht. Statt eines Abrisses dient er seitdem Fledermäusen, Eulen, Falken und Insekten als Heimstatt.
Eine ausführliche und schön gestaltete Fotodokumentation über Planung, Bau, Geschichte und Entwicklung des Projekts gibt es auf den Webseiten der BUND Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland). Hier können sich Interessierte viele wertvolle Anregungen für ähnliche Projekte holen.
Aus Ziegelsteinen, Holz, Lehm, Schilf- und anderen Pflanzenstengeln, Bambus, Walnuss-Schalen, Tontöpfen, Schneckenhäusern und anderen Naturmaterialien haben die Wohltorfer Naturschützer Nisthilfen für zahlreiche Tierarten gebaut. Am Projekt waren auch Kinder und Schulklassen beteiligt. Auf den Abbildungen sind z.B. verschiedenartige Behausungen für Wildbienen und andere Insekten zu sehen.
Siehe ausführlich unter Wohltorf im Landkreis Herzogtum Lauenburg (Schleswig-Holstein, Sachsenwald)

 
Artenschutzturm in Ohlenbuettel 1   Artenschutzturm in Ohlenbuettel 2
Der Artenschutzturm von Ohlenbüttel
Fotos: Günter Nienstedt, 2010
Die BUND-Ortsgruppe Neu Wulmstorf zeigt mit ihrem Fledermaus- und Vogelschutzprojekt Transformatorenstation Ohlenbüttel eine Möglichkeit auf, nicht mehr genutzte technische Bauwerke ressourcenschonend einem neuen Zweck zuzuführen. Der Turm wurde zu einer Nist- und Rückzugsstätte für Fledermäuse, Vögel und Insekten umgestaltet. Dank der Unterstützung des Energieversorgers EWE und der Gemeinde Neu Wulmstorf konnte der Abriß des Gebäudes verhindert und durch artgerechten Ausbau den Tierarten angeboten werden, die am besten von diesen Lebensräumen profitieren. Zwei Zwischenböden wurden eingezogen und eine Treppe eingebaut. Dann schufen die Neu Wulmstorfer Einfluglöcher und brachten im Turminneren Nisthilfen an. An den Gebäudeaußenwänden wurden verschiedene Nistkästen, Schwalbennester sowie bearbeitete Baumscheiben und Reetröhren für Schwebfliegen und andere Insekten aufgehängt. Zur optischen und ökologischen Bereicherung des Turms erfolgte eine Begrünung der Fassade, womit eine weitere Nische für Insekten und andere Kleintiere geschaffen wurde.
(Quelle: Webseite der BUND-Ortsgruppe Neu Wulmstorf)
Die Trafographie-Redaktion sendet ein herzliches Dankeschön für die Zusendung der Fotos an Günter Nienstedt und die engagierten Artenschützer vom BUND Neu Wulms. Unsere kleinen gefiederten, flatternden und krabbelnden Freunde werden dieses komfortable Tierhotel zu schätzen wissen.
Siehe ausführlich unter Ohlenbüttel im Landkreis Harburg (Niedersachsen, Großraum Hamburg-Harburg-Nordheide)

 

Tierhotel Wilhelmsdorf 1 Tierhotel Wilhelmsdorf 23 Tierhotel Wilhelmsdorf 16 Tierhotel Wilhelmsdorf 4 Tierhotel Wilhelmsdorf 3 Tierhotel Wilhelmsdorf 29
Tierhotel Wilhelmsdorf 12 Tierhotel Wilhelmsdorf 11 Tierhotel Wilhelmsdorf 7 Tierhotel Wilhelmsdorf 19 Tierhotel Wilhelmsdorf 20 Tierhotel Wilhelmsdorf 9 Tierhotel Wilhelmsdorf 10
Das Tierhotel Wilhelmsdorf - ein Trafoturm für Tiere
Fotos: Pit Fischer, 2010, 2011 und 2012
Naturschützer vom NABU Wilhelmsdorf haben diesen Trafoturm an der Straße von Zußdorf nach Pfrungen in ein Tierhotel mit grünem Pelz umgewandelt: Hier wohnen jetzt Fledermäuse, Schleiereulen, Turmfalken und andere Vögel, Amphibien, Hornissen, Hummeln und Schmetterlinge. Sieht echt gemütlich aus, man möchte am liebsten selbst einziehen.
Ein gelungenes Beispiel für die neue Verwendung von stillgelegten Trafohäuschen. Ein Schaltkasten hat unter der Bezeichnung "Höhreute Noteinspeisung" die Funktion des alten Turms übernommen.
Wilhelmsdorf liegt im Landkreis Ravensburg (Baden-Württemberg), am Rand des Naturschutzgebiets Pfrunger-Burgweiler Ried mit seinen großen Moor- und Feuchtgebieten, unbedingt sehenswert. Informationen, Ausstellungen, Lehrpfade, Führungen u.a. bietet das Naturschutzzentrum an, das sich direkt am Ried befindet.
Siehe ausführlich unter Wilhelmsdorf im Landkreis Ravensburg (Baden-Württemberg)



Eulenturm Trebel 1 Eulenturm Trebel 8 Eulenturm Trebel 2 Eulenturm Trebel 3
Der Eulenturm in Trebel im Wendland
Fotos: Stephan Schulz, 2016
In Trebel unweit der "Bauernstuben" steht dieser ausgediente alte Backstein-Trafoturm, ehemals zuständig für die Stromversorgung des Bereichs "Gorlebener Tannen", so zu lesen auf dem kleinen Schild unter den Isolatoren.
Nach der Umstellung auf Erdverkabelung übernahm der Verein für Naturkunde Lüchow e.V. die stillgelegte Trafostation und baute sie im Rahmen seines Projekts "Eulentürme - Transformatorenhäuser werden Hotels für Tiere" zu einem Artenschutzturm um.
Auf dem erklärenden Schild zum Projekt (Abbildung ganz rechts) erfahren wir u.a.:
Eulen, insbesondere die seltenen Schleiereulen, ziehen in die oberste Etage ein, Turmfalken in die großen Nistkästen an den Fassaden. Kleinere Nistkästen mit unterschiedlich großen Einfluglöchern für Stare oder Meisen, aber auch solche für Halbhöhlenbrüter wie Bachstelzen bieten vielen weiteren gefiederten Tieren Schutz und Nistmöglichkeit. Haus- und Feldsperlingen werden als geselligen Brütern "Reihenhäuser" angeboten. Zusätzliche Fledermauskästen helfen den bedrohten kleinen Nachttieren. Insekten, von den großen Hornissen über Florfliegen bis zu den Solitärbienen finden in den Hornissenkästen, den Bohrlöchern oder den Schilfhalmen Schutz und Legemöglichkeiten. Am Fuß des Eulenturms können im Laub Igel, Mäuse, Lurche und zahlreiche Insekten überwintern.
Natürlich darf auch das im Wendland allgegenwärtige gelbe X der AtomkraftgegnerInnen an der Fassade nicht fehlen, schließlich ist das geplante Atommüllendlager in Gorleben auch im Jahr 2016 immer noch nicht vom Tisch.
Siehe ausführlich unter Trebel, Landkreis Lüchow-Dannenberg (Wendland, Niedersachsen)



Artenschutz-Trafoturm Walsdorf Artenschutz-Trafoturm Vierzehnheiligen Artenschutz-Trafohaus Schmerb Artenschutz-Trafoturm Rambach Artenschutz-Trafoturm Neuhausen Artenschutz-Trafoturm Vorra    Stele der Biodiversitaet Dietzhausen
Artenschutztürme und Stelen der Biodiversität in Oberfranken und Thüringen
Fotos: Artenschutz in Franken 2013/2014/2015
Die ehrenamtliche Organisation Artenschutz in Franken baute die stillgelegten Turmstationen in Walsdorf, Vierzehnheiligen, Schmerb, Rambach, Neuhausen und Vorra in Oberfranken zu Artenschutztürmen um (Fotos links).
Aus der stillgelegten Turmstation in Dietzhausen (Thüringen) (Foto ganz rechts) wurde eine "Stele der Biodiversität".

 

Tierhotel Sentenhart 1 Tierhotel Sentenhart 2 Tierhotel Sentenhart 3 Tierhotel Sentenhart 4 Tierhotel Sentenhart 5 Tierhotel Sentenhart 6 Tierhotel Sentenhart 7
Die Umspannstation Sentenhart Kirche mit Efeu und Vogelhäusern
Fotos: Pit Fischer, 2008, 2011 und 2012
Den Erhalt der alten Turmstation, die sich auch architektonisch harmonisch ins Dorfbild einfügt, verdanken wir der Privatinitiative eines in der Nachbarschaft wohnenden Natur- und Tierfreunds. Als die EnBW die Station abreissen wollte, wurde er aktiv und pachtete das Grundstück mitsamt dem Turm, um ihn für den Naturschutz umzunutzen. Die Auflage war, dass er die Pflege des Geländes und des Gebäudes übernahm. Mit eigenen Mitteln renovierte er das leerstehende Trafohäuschen und baute es zum "Tierhotel" um: im Obergeschoss wurde eine Zwischendecke aus Holz für Fledermäuse eingezogen und ein Schleiereulenkasten angebracht, die Außenfassade wurde mit Rankpflanzen wie Efeu begrünt und mit unterschiedlichsten Nisthilfen für Vögel ausgestattet, darunter auch für Schwalben und Mauersegler. 2012 wurde noch ein "Insektenhotel" für Wildbienen ergänzt.
Der Turm befindet sich in Sentenhart in der Ringstraße 2, direkt bei der weithin sichtbaren Kirche.
Siehe ausführlich unter Sentenhart, Ortsteil von Wald/Hohenzollern im Landkreis Sigmaringen (Baden-Württemberg)

 

Tierhotel Steinbach 1 Tierhotel Steinbach 2
Der alte Trafoturm in Steinbach wurde zum Tierhotel
Fotos: Daniele Vormwald, 2013
Der alte Steinbacher Trafoturm, ein wunderschönes Exemplar aus fränkischem Buntsandstein, wurde im Jahr 2011 vom Bayerischen Jagdschutz- und Jägerverband Lohr a. Main (BJV) von der Stadt Lohr gepachtet und von März bis Oktober in ca. 625 ehrenamtlichen Arbeitsstunden gemeinsam mit dem Imkerverein Lohr a. Main und der Gustav-Woehrnitz-Mittelschule Lohr a. Main zum Tierhotel umfunktioniert.
Zu sehen sind u.a. ein großes Insektenhaus für Wildbienen, Hummeln und anderes brummendes und summendes Kleingetier, gleich nebenan ein Schmetterlingshotel. An den Fassaden und unter dem Dach wurden allerhand Nisthilfen für Mehlschwalbe, Hausrotschwanz, Meise und andere Vogelarten angebracht. Im Dachgeschoss befinden sich Einfluglöcher für Fledermäuse und Greifvögel, z.B. Schleiereulen. Wer in dem ebenerdigen Anbau aus aufgeschichteten Steinen wohnt oder sogar überwintert, können wir nur raten. Vielleicht eine Igelfamilie? Auch Eidechsen und andere Reptilien und Amphibien könnten sich hier wohlfühlen.
Siehe ausführlich unter Steinbach, Ortsteil von Lohr am Main im Landkreis Main-Spessart (Unterfranken, Bayern)



Naturschutzturm Daisendorf 1 Naturschutzturm Daisendorf 2 Naturschutzturm Daisendorf 3 Naturschutzturm Daisendorf 4 Naturschutzturm Daisendorf 5
Das Tierhotel in Daisendorf am Bodensee
Fotos: Pit Fischer, 2012
An diesem "Trafohäuschen als Hotel für Tiere", einer ehemaligen Turmstation des Badenwerks am Ortsrand von Daisendorf, wachsen Rankpflanzen an den Wänden hinauf und bieten Wohn- und Lebensraum für Vögel, Insekten und anderes Getier. Außerdem wurden ein Schleiereulenkasten, Nisthilfen für Mehlschwalben und Meisen, ein Fledermausbrett, ein Wildbienenholz und ein Hornissenkasten angebracht.
Siehe ausführlich unter Daisendorf im Bodenseekreis (Baden-Württemberg)



Naturschutztrafoturm Bleibach 1 Naturschutztrafoturm Bleibach 2 Naturschutztrafoturm Bleibach 3 Naturschutztrafoturm Bleibach 4 Naturschutztrafoturm Bleibach 5
Der Ökoturm Bleibach im Schwarzwald
Fotos: Wolfgang Radau, 2013
Die ehemalige "20 kV-Umspannstation Bleibach/Säge" des Badenwerks wurde von der NABU-Kreisgruppe Emmendingen zum "Ökoturm Bleibach" umfunktioniert. Die Turmstation, in deren Inneren früher 20.000 Volt in Haushaltsstrom transformiert wurden, dient heute allem, was da kreucht und fleucht, als Heimstatt. Zu sehen sind allerhand Nisthilfen und ein Insektenhotel.
Siehe ausführlich unter Bleibach im Landkreis Emmendingen (Baden-Württemberg, Schwarzwald)

 

Dornroeschen-Trafohaus Ueberlingen 1 Dornroeschen-Trafohaus Ueberlingen 2 Dornroeschen-Trafohaus Ueberlingen 3
Dornröschen-Trafohäuschen in Überlingen am Bodensee
Fotos: Dieter Joos, 2014
Alte, nicht mehr benutzte Trafohäuschen kann man abreißen, man kann sie schmuck herrichten oder weiß Gott was daraus machen. Aber was wird daraus, wenn man sie einfach der Natur überlässt? Das zeigt uns das Überlinger Trafohäuschen "Dornröschen" im Feigentalweg, am Ausgang des Friedhofs: Es ist so von Efeu überwuchert, daß kaum noch die Kontur des Türmchens zu erkennen ist, besonders im üppig grünen Sommerkleid (Foto ganz rechts, von den Schrebergärten aus fotografiert). Ohne Hilfestellung von emsigen Naturschützern und Vogelfreunden hat sich die Natur hier ein kleines Paradies für unsere gefiederten Freunde und allerhand kreuchendes und fleuchendes Getier geschaffen.
Siehe ausführlich unter Überlingen im Bodenseekreis (Baden-Württemberg)



Artenschutzturm auf dem Augsburger Muellberg Firnhaberau 1 Artenschutzturm auf dem Augsburger Muellberg Firnhaberau 2 Artenschutzturm auf dem Augsburger Muellberg Firnhaberau 3 Artenschutzturm auf dem Augsburger Muellberg Firnhaberau 4
Der Artenschutzturm auf dem Augsburger Müllberg in der Firnhaberau
Photos: Pit Fischer, 2012
In der Firnhaberau, dem 28. Stadtbezirk im Norden der Stadt Augsburg, befindet sich an den Ufern des Lechs der sagenumwobene, teilweise renaturierte Augsburger Müllberg: die ehemalige Mülldeponie Augsburg-Nord. Hier sind 7,4 Millionen Kubikmeter Müll bis zu 55 Meter hoch eingelagert.
Nähern wir uns den Toren Augsburgs von Gersthofen kommend auf dem Fernwanderradweg 'Via Claudia Augusta' am Lech, so finden wir im Norden der Firnhaberau zwischen der Lechbrücke zum Flughafen Augsburg-Mühlhausen und der Autobahnbrücke (A8) dieses hölzerne bzw. holzverkleidete Trafohäuschen auf dem eingezäunten Gelände des Müllbergs.
Die stillgelegte Turmstation wurde von uns unbekannten Naturschützern zum Tierhotel umfunktioniert und bietet nun Wohnraum für Vögel, Fledermäuse und weiteres Getier. Auf dem heute rekultivierten Deponiegelände gibt es neben den fliegenden und flatternden Bewohnern des Trafoturms auch Rehe, Hasen, Füchse, Milane, Bussarde, Habichte und sogar die eine oder andere Schlange - kein Wunder: Müll hat immer schon eine hohe Anziehungskraft für kleine Nagetiere gehabt, und diese sind wiederum aus Ernährungsgründen äußerst interessant für Greifvögel, Reptilien und Reineke Fuchs.
Siehe ausführlich unter Firnhaberau, Augsburg (Bayern)

 

Trafoturm Horn 2 Trafoturm Horn 1 Trafoturm Horn 3
Stillgelegter Trafoturm mit grünem Pelz in Horn am Bodensee
Ein Paradies für Insekten, Vögel und andere Getüme

Fotos: Friedbert Kowalsky, 4. Juli 2012
Die stillgelegte Turmstation Horn ist unter ihrem grünen Pelz fast nicht mehr als solche zu erkennen. Das grüne Juwel steht in Horn in der Weilerstraße, vom Dorfkern Richtung Weiler auf der linken Straßenseite auf einem Privatgrundstück, eingebettet zwischen Gärten. Das Türmchen wurde von den Bewohnern mit Ranken bepflanzt und in den Garten integriert. Es ist als ob die Nachbarn hier einen Wettbewerb hätten: wer hat den grünsten Garten. Das Beispiel zeigt, dass auch ohne große Umbaumaßnahmen ein überflüssig gewordenes Trafohäuschen in ein kleines Tier- und Pflanzenparadies verwandelt werden kann: eine Heimat für allerlei kreuchendes und fleuchendes Kleingetier, das im grünen Bewuchs Nahrung und Wohnung findet. Und schön aussehen tut's auch: eine kleine Sinfonie in Grün. Wer noch mehr tun will, kann noch einige Nistkästen für Vögel, Fledermäuse, Wildbienen und Hummeln anbringen und fertig ist ein kleiner, privater Turm der Artenvielfalt.
Siehe ausführlich unter Horn (Gemeinde Gaienhofen) im Landkreis Konstanz (Baden-Württemberg)


Weitere Artenschutz- und Naturtürme:

Efeu-Trafoturm Bergfeld am Bungsberg Trafoturm Reichenau Niederzell Taisersdorf 3 Trafostation Sornzig-Ablass Chinesentempel Frankenhain Chinesentempel Grosspriessligk Chinesentempel Gatzen
Bergfeld, Insel Reichenau, Taisersdorf, Sornzig‑Ablaß, Frankenhain, Großprießligk, Gatzen
Fotos: Pit Fischer, Manfred Kühl, Torsten Wünsche

Trafoturm Niederdrees Mieler Strasse NABU-Tierhotel Katzow
Niederdrees, Katzow
Fotos: Harry Frießem, Jürgen Grube

 
Storchenhorste auf Trafotürmen

Feuerwehrtrafoturm Ilbesheim 3 Feuerwehrtrafoturm Ilbesheim 4 Feuerwehrtrafoturm Ilbesheim 5 Feuerwehrtrafoturm Ilbesheim 2
Stillgelegter Trafoturm mit Storchenhorst in Ilbesheim in der Pfalz
Die Feuerwehr heißt Familie Adebar willkommen

Fotos: Feuerwehr Ilbesheim, 2011 und Richard Molke, Juni 2012 (rechtes Bild)
Die stillgelegte Trafostation wird von der Feuerwehr Ilbesheim als Schlauchtrockenturm genutzt. 2011 hat die Feuerwehr mit einer Drehleiter auf dem Dach zusätzlich einen Storchenhorst angebracht. Die langbeinigen Vögel lieben Wohnungen im obersten Stockwerk mit Aussicht.
Siehe ausführlich unter Ilbesheim im Landkreis Südliche Weinstraße (Rheinland-Pfalz)


Trafoturm am Binninger Baggersee Trafoturm Ziemendorf Chinesentempel Regis-Breitingen Chinesentempel Saasdorf Trafoturm Muegeln Altmuegelner Strasse Trafoturm Niewisch
Weitere Storchenhorste auf Trafotürmen:
v.l.n.r.: Binningen, Ziemendorf, Regis-Breitingen, Saasdorf, Mügeln, Niewisch
Fotos: Friedbert Kowalsky, Pit Fischer, Torsten Wünsche, Manfred Kühl


Vogelschutzmassnahmen Lichtbogenschutzhoerner 1 Turmfalke Stoerche Lichtbogenschutzhoerner 3 Lichtbogenschutzhoerner 2
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Vogelschutz an Freileitungen
Stromtod muss nicht sein: Vogelschutzmaßnahmen und gefährliche Funkenhörner


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Stand: 1. Januar 2017
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