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Die schönsten Trafohäuschen Europas
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Wer heute versucht, etwas Bewahrenswertes zu bewahren, der muß schon fast ein Revolutionär sein. (Erhard Eppler)
Trafostationen: Museen und Gedenkstätten

Der Stromturm in Damm 1 Der Stromturm in Damm 2     Fachwerkstation Titz von 1917 Litfasssaeulenstation     Umspannstation Wildes Ried im Museumsdorf Kuernbach 1     Trafoturm KZ Neuengamme 1 Trafoturm KZ Neuengamme 2     Trafostation Wien Technisches Museum
Der Stromturm in Damm von 1912 - das kleinste Strommuseum der Welt
Die Elektrothek Osterath - 100 Jahre elektrische Energieverteilung
Die Umspannstation Wildes Ried von 1918 im Oberschwäbischen Museumsdorf Kürnbach
Der Trafoturm von 1941 in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Die Trafostation von 1943 im Technischen Museum Wien

 
Der Stromturm in Damm von 1912 - das kleinste Strommuseum der Welt

Der Stromturm in Damm 1 Der Stromturm in Damm 2 Der Stromturm in Damm 3 Der Stromturm in Damm 4 Der Stromturm in Damm 6
Fotos: Turmverein Damm, 2011

Hier stellen wir Ihnen ein einzigartiges Projekt vor: einen niederrheinischen Trafoturm im Gebiet der Hohen Mark-Westmünsterland, der von einem Verein liebevoll restauriert und zu einem Strommuseum umgestaltet wurde.
Wer auf der B58 durch Damm fährt, hat ihn mit Sicherheit schon gesehen: Den weißen Stromturm am Elsenberg, auf dem das Dammer Wahrzeichen prangt: der Ochse. Dort befindet sich das "Kleinste Strommuseum der Welt", betrieben vom Turmverein Damm.
Die "Türmer" gibt es bereits seit rund zwei Jahren. Und mittlerweile unterstützen über 200 Mitglieder den Verein, der sich neben dem Betreiben des Museums auch der Heimatpflege und Heimatkunde verschrieben hat. Eröffnet wurde das Museum, das durch die NRW-Stiftung Natur-Heimat-Kultur gefördert wird und Mitglied des Naturparks Hohe Mark Westmünsterland ist, Ende Mai 2011 mit einem großen Festakt. Der Verein hatte das Trafohäuschen von der RWE gekauft und vor dem Abriss gerettet. Nicht zuletzt durch die Unterstützung zahlreicher Sponsoren und Helfer war es gelungen, das Museum in mühevoller Kleinarbeit interessant auszustatten. Auf zwei Ebenen stehen Vitrinen mit sehenswerten Schaustücken, darunter der leuchtende Stopfpilz von Altbundeskanzler Konrad Adenauer, ein uralter Reiseplattenspieler, ein historischer Medizinkoffer, alte Brennscheren zur Haarpflege, Stromprüfer und vieles mehr.
Dass dies alles eine tolle Idee ist, fand auch das "große" Strommuseum in Recklinghausen, mit dem der Turmverein Damm kooperiert und so auch Wechselausstellungen anbieten kann.
Siehe ausführlich unter Der Stromturm in Damm (Schermbeck im Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen)

 

Die Elektrothek Osterath - 100 Jahre elektrische Energieverteilung

Fachwerkstation Titz 1 Fachwerkstation Titz 2 Litfasssaeulen-Ortsnetzstation Historische Warntafel Blech-Turmstation Mobiele Mittelspannungsstation Mittelspannungstransformator
Fotos: Christian Schön, mit freundlicher Genehmigung des Elektrothek Osterath e.V.

Die Elektrothek Osterath ist ein Museum, das einen Gang durch die Geschichte der elektrischen Energieverteilung möglich macht. Mit mehr als 2000 Exponaten und auf einer Ausstellungsfläche von zirka 3000 Quadratmetern kann man den Weg des elektrischen Stroms vom Kraftwerk zum Kunden verfolgen. Man erhält so einen Überblick über mehr als 100 Jahre Hochspannungstechnik.
Die Elektrothek ist eine gerätetechnische Sammlung auf dem Gebiet der elektrischen Energieverteilung, die in der Schaltanlage Osterath der Amprion GmbH zu sehen ist. Sie wurde 1981 auf Initiative eines Mitarbeiters ins Leben gerufen. Ziel der Sammlung war und ist es noch heute, Geräte und Einrichtungen der Stromversorgung, die technisch und wirtschaftlich überholt sind, wenigstens in einem Exemplar vor dem Verschrotten zu bewahren.
Die Besucher sind sowohl interessierte Fachleute als auch aufgeschlossene Laien, die sich von der Sammlung begeistert zeigen. Der Besuch erfolgt in Form einer Führung, die für Einzelpersonen und Gruppen nach telefonischer Absprache möglich ist.
Die Exponate stammten zunächst aus Abbrüchen und Umbauten der inzwischen nicht mehr bestehenden RWE-Regionalversorgung Krefeld. Danach trafen immer mehr Stiftungen anderer Verwaltungen, der Hauptverwaltung Essen und anderer Energieversorgungsunternehmen ein. Ebenso stellten Privatsammler und Hersteller Objekte zur Verfügung.
Das Repertoire ist vielfältig: Vom Transformator aus dem Pumpspeicherkraftwerk in Herdecke, Baujahr 1928, über ein Kettenfahrzeug für den Leitungsbau, Baujahr 1947, bis hin zur Kraftwerksschalttafel aus dem Goldenberg-Werk, Baujahr 1921: Raritäten soweit das Auge reicht.
In der umfangreichen Freiluftausstellung sind 220- und 110 kV-Transformatoren, Leistungs- und Trennschalter bis 380 kV und eine große Zahl Ortsnetzstationen zu sehen. Kabeltechnik und Freileitungsbau sowie Warten-, Schutz- und Nachrichtentechnik vervollständigen das Bild.
Siehe ausführlich unter Die Elektrothek Osterath (Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen)

 

Die Umspannstation Wildes Ried von 1918 im Museumsdorf Kürnbach

Umspannstation Wildes Ried im Museumsdorf Kuernbach 1 Umspannstation Wildes Ried im Museumsdorf Kuernbach 2 Umspannstation Wildes Ried im Museumsdorf Kuernbach 3 Umspannstation Wildes Ried im Museumsdorf Kuernbach 4 Umspannstation Wildes Ried im Museumsdorf Kuernbach 5 Umspannstation Wildes Ried im Museumsdorf Kuernbach 6 Umspannstation Wildes Ried im Museumsdorf Kuernbach 7
Fotos: Pit Fischer, 2011

Dieser Turm im Oberschwäbischen Museumsdorf Kürnbach bei Bad Schussenried (Landkreis Biberach) ist eines der wichtigsten technischen Denkmale der 1914 begonnenen Elektrifizierung Oberschwabens. Für das 1888 angelegte Torfwerk im Wilden Ried bei Winterstettendorf (heute Gemeinde Ingoldingen, Landkreis Biberach) erstellte der Bezirksverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) 1918 eine 15/0,4 KV-Turm-Umspannstation des OEW-Typs "Am" (mit Blitzschutz) als kundeneigene Anlage. Die Umspannstation diente zur Stromversorgung des Torfwerks. 1961 stillgelegt, wurde die Trafostation im Frühjahr 1991 in drei Teilen in das Freiluftmuseum umgesetzt und die von der Energie-Versorgung Schwaben (EVS) nach der Stillegung sichergestellte Anlage wieder eingebaut, der originale Zustand wiederhergestellt.
Im Unterschied zu den übrigen auf dieser Seite vorgestellten Denkmalen besteht hier die einzigartige Gelegenheit eine elektrische Anlage aus dem Jahr 1918 nahezu im Originalzustand zu besichtigen. Wir haben sowohl den Transformator als auch andere Teile der im Innern des Turms befindlichen Anlage sowie den Weg der Leitung von der Umspannstation ins benachbarte Haus in Wort und Bild dokumentiert.
Siehe ausführlich unter Kürnbach im Landkreis Biberach (Baden-Württemberg)

 

Der Trafoturm von 1941 in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Trafostation KZ Neuengamme 3 Trafostation KZ Neuengamme 7 Trafostation KZ Neuengamme 12 Trafostation KZ Neuengamme 16 Trafostation KZ Neuengamme 2
Fotos: Pit Fischer, 2011

Der Trafoturm steht auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, an der Straße von Neuengamme nach Altengamme bei der Dienststelle der Lager-SS, in der Nähe der SS-Garagen. Die Trafostation ist 1941 in einem Zuge mit den anderen Gebäuden des SS-Kasernenbereichs entstanden. Im Südosten von Hamburg befand sich von 1938 bis 1945 das größte Konzentrationslager Nordwestdeutschlands, das KZ Neuengamme. Es waren mehr als 100 000 Häftlinge aus ganz Europa im Hauptlager und den 86 Außenlagern inhaftiert. In Neuengamme, den Außenlagern und bei Kriegsende im Zuge der Lagerräumungen starben mindestens 42 900 Menschen.
Nach Kriegsende richteten die britischen Besatzungsbehörden in dem ehemaligen Konzentrationslager für drei Jahre ein Internierungslager ein. Ab 1948 nutzte die Stadt Hamburg Gebäude und Gelände als Gefängnis.
Siehe ausführlich unter Der Trafoturm im KZ Neuengamme (Vierlande, Bezirk Bergedorf, Hamburg)

 

Die Trafostation von 1943 im Technischen Museum Wien

Trafostation Wien Technisches Museum 2 Trafostation Wien Technisches Museum 1
Fotos: Marc Frick, 2012

Dieses zierliche Trafohäuschen von 1943 war bis 1998 in Betrieb. Nun steht es im Technischen Museum - wie ein Spielzeug in der Vitrine. Laut Auskunft des Technischen Museums Wien befand sich das Türmchen in den Jahren 1943 bis 1998 an der Montafonerbahn in Vorarlberg (Bahnstrecke Bludenz-Schruns, auch Bähnle oder Mobah genannt) und wurde als Station "Wasserfassung" geführt.
Das Technische Museum befindet sich in 1140 Wien (Penzing, 14. Bezirk), Mariahilfer Str. 212.
Siehe ausführlich unter Die Trafostation von 1943 im Technischen Museum Wien


Weitere interessante Museen
Isolatorenmuseum Lohr am Main - Sammlung Vormwald
Umspannwerk Recklinghausen - Museum Strom und Leben
Energie-Museum Berlin - Sammlung historischer Geräte der Technik

"Je mehr Glühbirnen es zum Leuchten brachte,
desto stärker geriet es in Vergessenheit - das Transformatorenhaus"
(Michael Neumann)

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Stand: 6. April 2012
Carpe diem

Atomkraft nein danke