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In solchen Stunden versank das Dorf in einen Zustand träumerischer Entrücktheit. (Bernhard Schulz, aus "Blaue Stunde")
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Trafotürme in und um Saanen

Zur Gemeinde Saanen gehören auch die Dörfer Abländschen, Bissen, Ebnit, Gruben, Grund, Gstaad, Kalberhöni, Saanenmöser, Schönried und Turbach:
 
Trafostation Ebnit in Gstaad 1 Trafostation Ebnit in Gstaad 3 Trafostation Ebnit in Gstaad 2
Die Trafostation Ebnit (Aebnit) in Gstaad
Fotos: Stephan Ruch/swisstrafos.ch, Juli 2010
Die stillgelegte Turmstation Ebnit (auch Aebnit) wurde im Jahr 2014 zu einem blauen Wunder, nach Rudolf Steiners Trafohaus beim Goetheanum Dornach bereits das zweite blaue Wunder auf unseren Webseiten:

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2014: Die Trafostation Ebnit wird zum blauen Wunder von Gstaad
The Morning of the Poem - ein Kunstwerk von Ugo Rondinone

Fotos: Werner Boss, 20. Mai 2014
In der pittoresken Berglandschaft des Berner Oberlands finden wir in Gstaad im Saanenland dieses hübsche Trafohäuschen mit dem weit ausladenden Dach, das im Rahmen der Kunstausstellung 'Elevation 1049' im Jahr 2014 durch den Schweizer Konzept-, Medien- und Installationskünstler Ugo Rondinone in "das blaue Wunder von Gstaad" verwandelt wurde: Er verpackte den Turm mit Alufolie und gab seinem Werk den Namen "The Morning of the Poem". Je nach Licht und Wetter erscheint nun die Farbe in verschiedenen Blau-Variationen. Die Ausstellung Elevation 1049 "Between Heaven and Hell" fand vom 27. Januar bis 8. März 2014 in Gstaad und der umliegenden Bergwelt statt. Das poetische Trafo-Kunstwerk ist an der Strasse Gstaad-Saanen zu finden, bei der Bushaltestelle Saanen Schwimmbad (Bellerivestrasse 1).
Ugo Rondinone wurde 1964 in Schwyz geboren und lebt in Zürich und New York. Das Lexikon des Schweizer Instituts für Kunst schreibt über ihn: "Zu seinen zentralen Themen gehört die Auseinandersetzung mit räumlichen Aspekten sowie die Visualisierung von Zeit und Vergänglichkeit."
Nach Ende der Kunstausstellung hätte das Werk eigentlich am 8. März 2014 wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden sollen. Am 20. Mai besuchte unser Fotograf Werner Boss das Trafohüsli: es war immer noch blau, der Frühlingstag war herrlich und er konnte uns diese wunderbaren Fotos des blauen Turms vor der Bergkulisse des Berner Oberlands machen. Gemäss Bahnhofvorstand soll die blaue Folie vorläufig bleiben. Wir wollen es schwer hoffen!
Im Tourismus- und Erholungsort Gstaad verbringen und verbrachten viele Prominente des Jetsets ihre Ferien (manche sogar in eigenen Häusern) wie etwa Roger Moore, Madonna, Johnny Halliday, Roman Polanski, Gunter Sachs, Curd Jürgens, Richard Burton, Elizabeth Taylor, Yehudi Menuhin, Axel Springer und viele andere.
Weitere Beispiele für Kunst am Trafo haben wir auf unserer Sonderseite Baukunst und Kunst am Bau versammelt.

Presse- und Medienstimmen:
  • Der Ausstellungsveranstalter von 'Elevation 1049' schreibt auf seiner Webseite Elevation 1049:
    "Ein düsteres, funktionales Gebäude das leicht übersehen wird, erscheint nun in glänzend metallischen Farben. Wie es der Künstler beschreibt, wird es so zu 'einem Loblied an die Wahrnehmung' und steht als vorübergehende Markierung zwischen wechselnden Realitäten. (...)"
  • Unser Kollege von swisstrafos.ch hat diese Station bereits lange vor uns und vor der Verwandlung in ein Kunstwerk auf seiner Webseite Gstaad verzeichnet und schreibt dort:
    "Im Äbnit an der Bellerivestrasse in Gstaad (Gde. Saanen) liegt der einfache Trafoturm Ebnit, welcher nicht mehr betrieben wird. Es handelt sich dabei um einen hochrechteckigen Turmkörper mit verputztem Mauerwerk, welcher einen quadratischen Grundriss besitzt. Über dem schmalen Turmkörper sitzt das mächtige Pyramidendach, welches weit über das Gebäude hinausragt um im Winter den Schnee vom Gebäude fernzuhalten. Im Rahmen der Kunstausstellung Gstaad 2014 verpackte der in Brunnen SZ aufgewachsene Künstler Ugo Rondinone das Trafohaus Ebnit ganz mit Alufolie. Je nach Wetter glänzen die Mauern in einem anderen Blau. Das Werk erhielt den poetischen Namen "The Morning of de Poem" (Morgen des Gedichts)."
  • Markus Schneider schreibt in der Illustrierten Schweizer Familie, Ausgabe 12/2014:
    Das blaue Wunder. Das Werk von Ugo Rondinone sieht aus wie simple Flachmalerei. In Wirklichkeit ist es ein Farbenspiel. Oder ein Gedicht vom Licht. (...) Ugo Rondinone hat nicht gemalt. Er hat das Hüsli umhüllt. Mit einem Material, das in jedem Supermarkt zu kaufen ist: Alufolie. Seither glänzen die Mauern - je nach Wetter - in einem andern Blau. "The Morning of the Poem" (Morgen des Gedichts) heisst das Werk. Wegen der Morgendämmerung, auch "blaue Stunde" genannt. Und weil Poesie für Rondinone zur Kunst passe wie Musik. (...) Am 8. März endet die Kunstausstellung in Gstaad. Danach hätte der Bau in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden müssen. Ugo Rondinone wird es nicht tun, er ist wieder in in New York. (...) Doch damit das blaue Wunder blau bleibt, braucht es eine nachträgliche Baubewilligung. (...)"
  • Kontroverse Meinungen der Gstaader über die Kunstausstellung und auch über das blaue Trafohäuschen - von ablehnend bis begeistert - dokumentiert das Schweizer Fernsehen SRF in seiner Sendung Kulturplatz vom 29.01.2014, 22:25 Uhr:
    "Ist das Kunst?" - was die Gstaader von der Ausstellung halten. Trotz des Jetset-Rummels ist und bleibt Gstaad ein Bergdorf mit ländlicher Tradition. 'Kulturplatz' ergründet, was Einheimische und Skitouristen von der Invasion der urbanen Gegenwartskunst in ihre beschauliche alpine Umgebung halten. Ein Kulturschock? Oder Gelegenheit für neue überraschende Einsichten?"



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Stand: 7. September 2014
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