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Landkreis Konstanz
Trafotürme auf der Insel Reichenau
Das denkmalgeschützte Trafohäuschen Oberzell auf der Insel Reichenau
Photos von Friedbert Kowalsky, 2009 (oberes Bild) und Pit Fischer, 2011 (untere Reihe)
Dieses schmucke, gut erhaltene Türmchen steht in Oberzell in der Oberzellerstraße 7. In den zwei Jahren zwischen dem ersten Foto
und der neuen Serie hat es sich nicht verändert, nur die Umgebung hat sich verändert: es wird heftig gebaut.
Wie das linke der beiden Detailfotos in der Mitte zeigt, gehen hier Denkmalschutz und Naturschutz Hand in Hand:
Das angebrachte Einflugloch bietet Durchschlupf für Vögel und Fledermäuse ins Innere des Turms.
Die erhaltene Beschilderung oben am Turm zeigt, wohin einst die Leitungen gingen: Nach Hochwart und zum
Psychiatrischen Landeskrankenhaus Reichenau (PLK, heute ZPR) auf dem Festland.
Wer bisher geglaubt hat, die Gemüseinsel im Bodensee hätte außer Gewächshäusern
und Pestizidspritzen nichts zu bieten, wird nicht nur bei diesem Anblick eines besseren belehrt. Es gibt sogar
Biogärtnereien und einen Zuchtbetrieb für biologische Nützlinge auf der Insel.
Kunst- und Kirchenliebhaber finden hier die Basilika St. Georg, das Münster St. Maria und Markus und andere Sehenswürdigkeiten.
Seit dem Jahr 2000 ist die Reichenau sogar auf der UNESCO-Liste des Welterbes.
Weitere Beispiele für denkmalgeschützte Trafohäuschen siehe unter
Trafostationen unter Denkmalschutz
Weitere Beispiele für Trafotürme mit Nistmöglichkeiten siehe unter
Trafotürme & Naturschutz
Das denkmalgeschützte Trafohäuschen Reichenau Niederzell
Photos von Pit Fischer, 2011
Dieser nicht weniger schöne, aber nicht ganz so gut erhaltene Turm steht in Niederzell in der Riedstraße,
neben Haus Nr. 8. Gleicher Bautyp wie sein Bruder in Oberzell.
Wie die drei Aufnahmen in der unteren Reihe zeigen, ergänzen sich auch hier Denkmalschutz und Naturschutz wunderbar.
Im Efeubewuchs finden Insekten, Spinnen und andere Kleintiere eine grüne Heimat, und auch hier wieder Einfluglöcher
für das flatternde Kleinvolk: Platz ist in der kleinsten Hütte.
Die erhaltene Beschilderung zeigt, dass die einstige 20 kV-Leitung zum Münster nach Mittelzell führte.
Weitere Beispiele für denkmalgeschützte Trafohäuschen siehe unter
Trafostationen unter Denkmalschutz
Weitere Beispiele für Trafotürme mit Nisthilfen und grünem Pelz siehe unter
Trafotürme & Naturschutz
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Stand: 5. November 2011
Carpe diem
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