Trafographie-Startseite
Homepage der Elvira von Seydlitz   
Die schönsten Trafohäuschen Europas
www.trafoturm.eu
  Startseite  
      Europa       
 Deutschland  
   Best of    
  Index A-Z  
    Museen    
 Umfunktionierung  
Trafo-Friedhof
 Trafo & Kunst
Denkmalschutz
 Naturschutz  
 Links & Literatur 
 Über Trafos  
   Über uns   
  Impressum  
Ein Gedicht aber ist innere Wirklichkeit. (Karel Capek)
Home > Europa > Tschechien > Moravskoslezský kraj

Trafohäuschen in Stará Ves (Altendorf)

Transformatorenhaus Stara Ves 4 Transformatorenhaus Stara Ves 1 Transformatorenhaus Stara Ves 3 Transformatorenhaus Stara Ves 5 Transformatorenhaus Stara Ves 6 Transformatorenhaus Stara Ves 7
Transformatorenhaus Stara Ves 2 Transformatorenhaus Stara Ves 9 Transformatorenhaus Stara Ves 10 Transformatorenhaus Stara Ves 8
Das alte Transformatorenhaus in Stará Ves - heute Teil eines Hotels
Fotos: Robert Hudecek, Winter 2012
Die Turmstation steht im Dorf Stará Ves (deutsch: Altendorf), 4 km nordwestlich von Rýmarov im Bezirk Bruntál, am Fuße des Altvatergebirges. Auffällig ist die wunderschöne Dachkonstruktion mit Schindeleindeckung. Sichtbar hat der Zahn der Zeit bereits an der Bausubstanz genagt, man könnte das Türmchen bereits jetzt als Ruine bezeichnen.
Es handelt sich hier um ein 22 KV Mittelspannungsnetz. Die am Eingang der Mittelspannung montierten Isolatoren sind in der jüngeren braunen Ausführung HW 20 bzw. 25 Typen (der Unterschied bezieht sich auf die Spannung und ist nur an den Abmessungen zu erkennen, also anhand der vorliegenden Fotos leider nicht), in Deutschland eher selten anzutreffen. Aus der Erbauungszeit stammen die weißen W20 Weitschirmisolatoren. Auch diese sind in dieser Form eher nicht in deutschen Netzen zu finden, konnten sich in Deutschland die Weitschirme doch nie wirklich gegenüber den Deltatypen durchsetzen (siehe hierzu unser Kapitel Isolatoren).
Die Bauweise der Niederspannungsabgänge zeigt, dass man sich in Osteuropa noch lange mit der Bauweise der eingelassenen Stahlträger bzw. Konsolen beschäftigt hat, sowohl für Mittel- als auch für die Niederspannung. Deshalb ist hier eine Einordnung in Epochen eher schwierig und muss an anderen Baumerkmalen nachvollzogen werden. Die Bausubstanz selbst legt aber durchaus ein Alter zwischen 80 und 90 Jahren nahe, also jedenfalls aus der Anfangszeit der Elektrifizierung der Region - eine Uraltstation.
Offensichtlich war der Turm in ein umgebendes Gebäude integriert, welches bereits abgebrochen worden ist. Nur so erklärt sich der im Sockelbereich fehlende, nie angebrachte Putz an den Ziegelwänden. Im Innenraum des Turms befinden sich typische Innenraumstützer der Baureihe SA 20 (siehe Detailabbildung ganz rechts in der unteren Bildreihe).
Im Dezember 2016 erreicht uns die Meldung des Fotografen, dass das Trafohaus nun Teil eines Hotelgebäudes geworden ist und nicht als Ruine enden musste. Hier der Link zur offiziellen Homepage des Hotels Chata Severka Jeseníky.


© Copyright für die Bilder
bei den Fotografen und Fotografinnen

Zurück zur
Trafographie Startseite
Startseite Trafographie
Stand: 30. Dezember 2016
Carpe diem

Atomkraft nein danke