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Die beste Freude ist Wohnen in sich selbst. (Goethe)
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Das Wohn-Trafohäuschen in Möhlin

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Der Wohntrafoturm in Moehlin - Grundrissplaene Der Wohntrafoturm in Moehlin 11 Der Wohntrafoturm in Moehlin 10 Der Wohntrafoturm in Moehlin 37 Der Wohntrafoturm in Moehlin 38 Der Wohntrafoturm in Moehlin 39
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Das Trafohäuschen von 1931 in Möhlin
Vor, während und nach dem Umbau zum Wohnturm 1996/97

Fotos: Paul Bebe Fischler und Werner Boss
Das alte Trafohäuschen am Ryburgpark 9 in Möhlin, erbaut 1931, fristete lange Jahre ein unbeachtetes Dasein und versorgte still das Dorf mit Strom. Bei der Jugend war es beliebt, weil sich seine abgeschiedene Lage am Dorfbach prima für heimliche Rendezvous eignete. Als es 1994 abgerissen werden sollte, trat Paul Fischler, der Inhaber vom Grafik Atelier Fischler in Möhlin auf den Plan. Für ihn war das Türmchen mit lieben Jugenderinnerungen behaftet, er wollte es unbedingt vor dem Abriss retten und hier seinen Traum vom Wohnen verwirklichen. Er kaufte den Abbruchturm von der AEW Energie AG und hatte nun zwei Jahre mit bürokratischen Hürden, mit Baurecht und Finanzierungsproblemen zu kämpfen, bis der Ausbau 1996 beginnen konnte und im Mai 1997 fertig war.
Mit viel Engagement, Kreativität, innovativen Ideen und der Investition von 450.000 Franken ist ein einzigartiges Bauwerk mit 95 m2 Wohnfläche geschaffen worden, das zu einem Markenzeichen von Möhlin geworden ist und in den Schweizer und internationalen Medien viel Beachtung fand, wie die Zitate aus der Schweizer Presse weiter unten auf dieser Seite belegen.


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Grundrisspläne, Innenansichten und Details
Fotos: Paul Bebe Fischler
Obere Reihe von links nach rechts:
Grundrisspläne, Eingangsbereich, Erdgeschoss mit Küche/Esszimmer, Bad/WC im 1. OG des Anbaukubus
Mittlere Reihe:
Das Wohnzimmer im Untergeschoss, rechts mit dem Turmherrn Bebe Fischler
Untere Reihe:
Der Treppenaufgang vom Erdgeschoss ins 1. Stockwerk und die Treppenhausbeleuchtung mit den alten Isolatoren, die früher an der Turmaußenwand waren. Es handelt sich um Kugelkopfisolatoren, die hier eine Niedervolt-Halogenbeleuchtung in Seiltechnik abspannen.
Siehe hierzu auch unsere Isolatoren-Spezialkapitel Reichspostmodell & Kugelkopfisolator und Entspannt: Angewandtes Recycling von Isolatoren im Alltag


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Originelles Detail: ein Gartenzaun, wie man ihn sonst nirgends findet
Fotos: Paul Bebe Fischler
Auch der Katze scheint's zu gefallen (mittleres Foto).


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Ein schwerer Rückschlag: der Brand von 2008
Foto: Paul Bebe Fischler
Die Neue Fricktaler Zeitung (NFZ) berichtete seinerzeit:
"Im ehemaligen Trafohäuschen brannte es. (...) Ein Feuer im Untergeschoss eines Einfamilienhauses im Möhliner Riburgerpark hat am Mittwoch kurz nach 12 Uhr einen grossen Sachschaden angerichtet. Der Hausbesitzer musste mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Spital gebracht werden. (...) Zwei Katzen wurden getötet. Gebrannt hat ein Stromverteilkasten, was zu einer starken Rauchentwicklung führte. (...) Die Brandursache ist noch unklar. Die Feuerwehr Möhlin war mit 39 Leuten im Einsatz. (...)"
Die Gesamtschadensumme betrug laut Paul Fischler über 350.000 Franken. Anschließend wurde der Turm innen und außen total renoviert, wie die folgenden Bilder zeigen:


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Totalrenovierung nach dem Brand von 2008 und ein neuer Wintergarten
Fotos: Paul Bebe Fischler
Auf dem Kubus wurde ein neuer Wintergarten aufgesetzt, rechts zwei Innenaufnahmen


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Neue Ansichten von 2013
Fotos: Paul Bebe Fischler
Von links nach rechts:
Wohnen fast wie im Wald, Zugang von der Bachseite, der Turmherr im anliegenden Erfrischungsbach

Ein phantasievolles Eigenheim, wie hier bei Paul Fischlers Wohnturm, ist nicht die einzige Nutzungsmöglichkeit für ausgediente Trafotürme, die abgebrochen werden sollen. Wir haben bereits Beispiele entdeckt, fotografiert und dokumentiert, die alte Trafohäuschen in neuer Funktion als Bushaltestelle, Aussichts- und Vogelbeobachtungsturm, Feuerwehrschlauchtrockenturm, Tierhotel und Artenschutzturm, als Museum und sogar als Schnapsbrennerei zeigen. Und dies ist gewiss nur die Spitze des Eisbergs.
Siehe hierzu unser Sondersammelgebiet Umfunktionierung von Trafohäuschen

 
Das Trafohäuschen von Möhlin in den Medien

Unser Kollege von swisstrafos.ch schreibt in seiner gewohnt präzisen Art:
"Ursprünglich wurde das Trafohaus im Jahr 1931 errichtet. Damals hatte der Turm nur an den Gebäudeseiten im Obergeschoss Fenster. Ansonsten wurde die Bauform mit dem geknickten Satteldach beim Umbau übernommen und an der Gebäudefront zwei Fenster eingesetzt. Auf der Rückseite wurde ein moderner Anbau mit einem gelben Kubus errichtet. Heute sind vier Stockwerke mit einer Fläche von gerademal 3.5 x 3.5 Meter im Turm vorhanden, plus ein Kellerraum und der Anbau. Die ehemalige Station von Möhlin ist das wohl einzige vollzeit bewohnte Trafohaus der Schweiz."
Quelle: "StromTurmHuus" Möhlin AG bei swisstrafos.ch

Das Kundenmagazin "Strom" der AEW Energie AG (Online-Ausgabe: AEW ON!) widmet in Nr.2/2003 dem bewohnten Trafohäuschen das Titelfoto und den Artikel "Der Turmbau von Möhlin":
"Paul Fischler aus Möhlin AG rettete ein altes Transformatorenhäuschen vor dem Abbruch und baute es zu einer Traumwohnung um. Doch mit seinen unkonventionellen Ideen stiess er nicht nur auf Bewunderung. (...)
Paul Fischler baute das aus dem Jahre 1931 stammende Transformatorenhäuschen der heutigen AEW von Mai 1996 bis Mai 1997 aus. Das gesamte Untergeschoss wurde mit einer Bodenplatte als wasserdichter Raum konzipiert. Eine Wendeltreppe führt ins Parterre mit Küche über das Schlafzimmer in den vierten Stock, das ursprüngliche Turmgeschoss. (...) Für den gesamten Umbau investierte der Bauherr rund 450.000 Franken. (...)
Der Bau mit dem gelb leuchtenden, frei schwebenden Kubus, in dem das Bad und die Terrasse untergebracht sind, gehört heute zum Markenzeichen von Möhlin und ist weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt. Vertreter von Wohnungsmagazinen und TV-Stationen geben sich die Türklinke in die Hand, um darüber zu berichten. (...)"

Die Zeitschrift Schweizer Familie bringt in der Ausgabe 3/2010 ein Interview mit Paul Fischler:
"Das Daheim von Paul Fischler und Ruth von Wartburg ist das einzig bewohnte Trafohäuschen in der ganzen Schweiz. (...) Paul Fischler: Die meisten sind begeistert. Manchmal kommt es vor, dass ich hinuntergehe und die Leute zu einer Besichtigung einlade. Einmal bekam ich sogar ein Kaufangebot, ein verlockendes. (...) Das Haus ist mein Lebenswerk, es ist einmalig, ein bewohntes Trafohäuschen gibt es in der Schweiz kein zweites. (...)"

Die Schweizer Illustrierte schreibt in ihrer Ausgabe vom 23. Mai 2006 in der Reihe "So verrückt wohnen Schweizer":
"Ich wollte schon immer etwas Kleines. Und ich habe einen Sinn fürs Ungewöhnliche, erzählt Fischler, gelernter Grafiker und Inhaber einer Werbe-Agentur. Früher sei er als Emil-Imitator aufgetreten, habe in Dixieland-Bands gespielt. Und so war für den kreativen Tüftler sofort klar, als 1994 das im Dorfzentrum und direkt am Möhlinbach liegende Trafohaus abgebrochen werden sollte: "Dieses Haus muss gerettet werden. Da will ich rein!" Denn mit dem 1931 errichteten Bau, von dem aus früher das Dorf mit Strom versorgt wurde, verbinden Fischler schöne Kindheitserinnerungen. 300 Meter entfernt ist er aufgewachsen. Auf die damalige Dorfjugend habe das Trafohäuschen eine geradezu "elektrisierende" Wirkung ausgeübt. "Hier rauchte ich als Bub die ersten Zigis. Und hier traf ich meinen Schulschatz." Viele hätten ihn für einen Spinner gehalten, als er 1994 der Gemeinde mit seinem Architekten erste Pläne für einen Umbau vorlegte. Heute ist sein "Turmbau zu Möhlin" eines der regionalen Wahrzeichen."

Das Schweizer Magazin für Umbauen und Erneuern Häuser Modernisieren widmet Fischlers Wohnturm in der Nr.1/1999 eine große Fotodokumentation und das Titelfoto:
"Gegen den Strom. Ein zum Abbruch bestimmtes, mit vielen Jugenderinnerungen behaftetes Transformatorenhäuschen in Möhlin wurde dank der Beharrlichkeit seines heutigen Besitzers zu einem raffiniert gestalteten Wohnhaus mit aussergewöhnlichem Charme. (...)"

Die Internet-Zeitung fricktal24.ch schreibt am 18. Juni 2010:
"Der Spruch "Zeig mit Dein Haus und ich sage dir, wer du bist" trifft selten so passend zu wie bei Paul, alias Bebe Fischler, desgleichen aber auch "My Home is my Castle". Tatsächlich lebt der Grafiker seit 1997 in einem Turm, bei dem lediglich die zu einem Schloss gehörenden Nebengebäude fehlen. Zugegeben, auch das 79 m2 grosse Areal entspricht nicht ganz den Vorstellungen von einem Schloss, hingegen könnte der vorbeifliessende Bach als Schlossgraben und der üppige Baumbestand auf den Nachbarparzellen als Schlosspark gedeutet werden. Fakt aber ist, Bebe Fischler hat ein Trafohäuschen zur eigenen Wohnung umfunktioniert (...)"
Link zum vollständigen Artikel


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Stand: 27. September 2013
Carpe diem

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