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Aus christlichem Glauben für Menschenwürde und Freiheit (Reinhold Frank, Widerstandskämpfer aus Bachhaupten)
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Trafohäusle in und um Ostrach

Zur Gemeinde Ostrach gehören u.a. auch die Dörfer und Weiler Bachhaupten, Burgweiler, Habsthal, Jettkofen, Kalkreute, Magenbuch, Mettenbuch, Spöck und Tafertsweiler.

Umspannstation Ostrach Jettkoferstrasse 1 Umspannstation Ostrach Jettkoferstrasse 7 Umspannstation Ostrach Jettkoferstrasse 5 Umspannstation Ostrach Jettkoferstrasse 6
Umspannstation Ostrach Jettkoferstrasse 13 Umspannstation Ostrach Jettkoferstrasse 16 Umspannstation Ostrach Jettkoferstrasse 15 Umspannstation Ostrach Jettkoferstrasse 17 Umspannstation Ostrach Jettkoferstrasse 18
Die Umspannstation Ostrach Jettkofenerstraße von 1931
Fotos: Pit Fischer, 13. Juli 2012
Der schlichte Trafoturm von 1931 der ehemaligen Energie-Versorgung Schwaben AG (heutige EnBW) steht in der Jettkofer Straße 2, neben dem Kieswerk Müller. Die Jettkoferstraße hieß früher wohl Jettkofenerstraße (bzw. im hiesigen Sprachgebrauch "Jettkofemerstraße", da das "n" hier häufig als "m" ausgesprochen wird). Zwei Niederspannungsfreileitungen zur Versorgung der örtlichen Haushalte sind noch in Betrieb, die Mittelspannungsfreileitungen sind bereits auf Erdkabel umgestellt. Ein zur Verschrottung anstehender Mittelspannungsmast liegt noch auf der Wiese vor der Trafostation, von dort wurden die beiden Fotos rechts unten gemacht. Dort ist im Vordergrund noch ein brauner Porzellanstützer aus dem Jahr 1996 zu sehen. Gemäß der Beschilderung am Turm ging von hier früher eine Mittelspannungsleitung zur Umspannstation Schlösslestraße ab. In der Schlösslestraße ist heute jedoch kein Trafohäuschen mehr vorhanden, vermutlich wurde es in den vergangenen Jahren durch eine moderne Erdkabelstation ersetzt.
Die beiden Fotos rechts unten veranschaulichen fotografisch den Wandel der Technik.

 
Schaltstation Ostrach 2 Schaltstation Ostrach 1 Schaltstation Ostrach 3
Schaltstation Ostrach 5 Schaltstation Ostrach 4 Schaltstation Ostrach 6 Schaltstation Ostrach 7 Schaltstation Ostrach 8 Schaltstation Ostrach 9 Schaltstation Ostrach 10
Die Umspannstation/Schaltstation Ostrach OSTRH-E-UST-026
Fotos: Richard Molke, 2011 (obere Reihe) und Pit Fischer, 13. Juli 2012
Netzbetreiber dieser imposanten Schaltstation im Kernort Ostrach ist die EnBW Regional AG. Der Turm steht im Finkenweg (Seitenstraße der Heiligenberger Straße = L280) oberhalb der Firma Stangen Schmid und wird von zwei der drei Baden-Württembergischen Löwen bewacht. Der dritte hat sich vermutlich mit den EnBW-Aktien aus dem Staub gemacht ;-)
Ostrach liegt zwischen Donau und Bodensee, Sigmaringen und Ravensburg, Bad Saulgau und Pfullendorf am gleichnamigen Bach, der hier durch eine Engstelle zwischen zwei Moränenrücken - wie dem Wagenhart im Osten - des Rheingletschers aus der letzten Eiszeit hindurch fließt und das Burgweiler-Pfrunger Ried zur Donau hin entwässert. Die Landschaft ist hügelig und waldreich. Durch Kiesabbau in zwei Kieswerken sind Baggerseen nördlich und südlich des Ortsteils Jettkofen entstanden.
Ostrach ist die einzige Gemeinde in Baden-Württemberg, die ehemals selbständige Gemeinden aus allen drei Landesteilen (Baden, Württemberg und Hohenzollern) in sich vereint, daher wird sie auch "Dreiländer-Gemeinde" genannt. Von der wechselvollen Geschichte zeugt das Ostracher Grenzsteinmuseum.

 
Umspannstation Bachhaupten Kapellenweg 1 Umspannstation Bachhaupten Kapellenweg 3 Umspannstation Bachhaupten Kapellenweg 5 Umspannstation Bachhaupten Kapellenweg 2 Umspannstation Bachhaupten Kapellenweg 4 Umspannstation Bachhaupten Kapellenweg 6 Umspannstation Bachhaupten Kapellenweg 8
Die Umspannstation Bachhaupten Kapellenweg
Fotos: Pit Fischer, 17. Juli 2012
Die moderne Betonstation der EnBW Regional AG (vollständige Stationsbezeichnung: Umspannstation Bachhaupten Kapellenweg TAFRT-E-UST-001) steht in Bachhaupten am Ortsausgang nach Tafertsweiler. Im Hintergrund ist der Glockenturm der Pfarrkirche St. Urban zu sehen - welch ein architektonischer Kontrast zur industriell gefertigten Trafostation. Von hier gehen Freileitungen zur UST Tafertsweiler Ort und zur UST Bolstern Saulgauerstraße ab.
Bachhaupten ist ein ehemals hohenzollerischer Wohnplatz der Ortschaft Tafertsweiler, heute allesamt zur Gemeinde Ostrach gehörend. Der Widerstandskäpfer gegen den Nationalsozialismus Reinhold Frank (1896-1945) wurde in Bachhaupten geboren. Er wurde im Zusammenhang mit dem Hitlerattentat vom 20. Juli 1944 zum Tode verurteilt und 1945 hingerichtet.

 
Umspannstation Burgweiler Rathaus 5 Umspannstation Burgweiler Rathaus 3 Umspannstation Burgweiler Rathaus 4 Umspannstation Burgweiler Rathaus 2 Umspannstation Burgweiler Rathaus 1
Die Umspannstation Burgweiler Rathaus
Fotos: Richard Molke, 2011
Wir befinden uns 4,5 Kilometer südwestlich von Ostrach im Landkreis Sigmaringen und treffen auf den Ostracher Ortsteil Burgweiler, am Rande des malerischen Naturschutzgebietes Pfrunger-Burgweiler Ried - nach dem Federsee das zweitgrößte zusammenhängende Moorgebiet Südwestdeutschlands. Wer sich an diesem Trafohäuschen in der Zehntstraße 7 sattgesehen hat (Netzbetreiber ist die EnBW), dem sei ein Spaziergang oder eine Radtour durch die moorige Riedlandschaft unbedingt angeraten. Eine einzigartige Landschaft, eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt erwarten den Besucher und die Besucherin dort.
 
Umspannstation Burgweiler Mettenbuch 5 Umspannstation Burgweiler Mettenbuch 2 Umspannstation Burgweiler Mettenbuch 6 Umspannstation Burgweiler Mettenbuch 4 Umspannstation Burgweiler Mettenbuch 3 Umspannstation Burgweiler Mettenbuch 1
Die Umspannstation Burgweiler Mettenbuch
Fotos: Richard Molke, 2011
Dieses Trafohäusle liegt, wiewohl es die Bezeichnung "Burgweiler Mettenbuch" trägt, weit außerhalb des Dorfes Burgweiler, ja sogar noch außerhalb Waldbeurens. Mettenbuch ist Ortsteil von Burgweiler, Burgweiler ist Ortsteil von Ostrach. Das linke Foto zeigt den Turm aus Richtung Waldbeuren. Er erfreut neben der wunderschönen landschaftlichen Lage durch ein hübsches Ziegeldach und außergewöhnlich schöne Isolatoren und Leitungsführung. Wir erreichen diese Umspannstation aus Richtung Pfullendorf, indem wir zunächst die Landesstraße 194 Richtung Ostrach/Bad Saulgau nehmen, bald aber schon nach rechts Richtung Wilhelmsdorf/Waldbeuren auf die K8272 abbiegen und dann der Straße folgend die stillgelegte Bahnlinie überqueren. Nach kurzer Fahrt sehen wir den Turm auf der rechten Straßenseite, an der nicht ausgeschilderten Abzweigung nach Ochsenbach.
 
Umspannstation Habsthal Kloster 2 Umspannstation Habsthal Kloster 4 Umspannstation Habsthal Kloster 8 Umspannstation Habsthal Kloster 11 Umspannstation Habsthal Kloster 9 Umspannstation Habsthal Kloster 13 Umspannstation Habsthal Kloster 15
Die Umspannstation Habsthal Kloster
Fotos: Pit Fischer, 21. Oktober 2011
Dieser Trafoturm der ehemaligen Energie-Versorgung Schwaben AG (heute EnBW) versorgt das Benediktinerinnenkloster Unserer Lieben Frau Habsthal mit Strom. Das Kloster ist ein wenig bekanntes barockes Kleinod in Oberschwaben. Der Ostracher Ortsteil Habsthal liegt an der Kreisstraße 8240 zwischen Rosna und Lausheim, die Turmstation steht direkt oberhalb des Klosters am Ortsausgang Richtung Levertsweiler.
 
Umspannstation Jettkofen Schule 23 Umspannstation Jettkofen Schule 9 Umspannstation Jettkofen Schule 10 Umspannstation Jettkofen Schule 12 Umspannstation Jettkofen Schule 18
Umspannstation Jettkofen Schule 22 Umspannstation Jettkofen Schule 2 Umspannstation Jettkofen Schule 27 Umspannstation Jettkofen Schule 31 Umspannstation Jettkofen Schule 25
Umspannstation Jettkofen Schule 5 Umspannstation Jettkofen Schule 7 Umspannstation Jettkofen Schule 6 Umspannstation Jettkofen Schule 17
Die Umspannstation Jettkofen Schule von 1915
Fotos: Pit Fischer, 24. April 2012
Die alte Turmstation, die aus der allerersten Generation der oberschwäbischen Elektrifizierung stammt, steht malerisch am Ende der Kogenwinkelstraße, die von der Ostracherstraße als ausgeschilderter Wanderweg nach Gunzenhausen/Tafertsweiler/Bad Saulgau abzweigt. Laut freundlicher Auskunft der EnBW (dem heutigen Energieversorger und Nachfolgeunternehmen der Energie-Versorung Schwaben) ist das Baujahr 1915. Damit gehört das Türmchen zu unseren ältesten datierten Stationen.
Ähnliche Bauformen, charakteristisch mit Biberschwanzdeckung und zwei seitlichen Dachschrägen, haben wir bereits bei etlichen oberschwäbischen Stationen dokumentieren können, z.B. in Wilhelmsdorf, Mengen, Kürnbach (1918), Wolfegg (1915), Bolstern (1914) und Ebersbach (1914).
Wie eine Landmarke steht der kleine Turm unter einem spannungsreichen Aprilhimmel in der oberschwäbischen Landschaft, der Fotograf konnte fast nicht mehr mit dem Knipsen aufhören.
Der Trafo hängt noch mittel- und niederspannungsseitig am althergebrachten Freileitungsnetz, die Drähte kreuzen die Lüfte in allen Richtungen. Die Elektrik am Turm stammt nicht mehr aus dem Jahr 1915, sondern wurde irgendwann einmal modernisiert. An den Turmfassaden sehen wir Vollkernisolatoren und Isoliereier. Laut Beschilderung gehen Leitungen zum Schaltwerk Völlkofen und zum Kieswerk Ostrach (siehe Detailabbildungen in der untersten Bildreihe).
Die Umspannstation Jettkofen ist auch Bildband von Illo-Frank Primus, Geschichte und Gesichter der Trafostationen auf Seite 162 mit einem ganzseitigen Foto vertreten.

 
Umspannstation Kalkreute 2 Umspannstation Kalkreute 5 Umspannstation Kalkreute 3 Umspannstation Kalkreute 4 Umspannstation Kalkreute 1
Umspannstation Kalkreute Ort und Netzstation Kalkreute Brunnenstrasse:
Zwei Welten treffen aufeinander

Fotos: Richard Molke, 2011
Wiederum ein Beispiel für das (noch?) Nebeneinander eines alten Trafoturms und einer modernen, kastenförmigen Netzstation, von jung und alt, von Tradition und Innovation, von Yin und Yang, usw. Zwischen Brunnenstraße 12 und Kapelle im kleinen oberschwäbischen Nest Kalkreute liegt dieses Trafohäuschen "Umspannstation Kalkreute Ort". Kalkreute, Teilort von Kalkreute-Spöck, befindet sich zwischen Pfullendorf, Magenbuch, Ostrach und Spöck.
Auf dem zweiten Foto von rechts ist bereits die neue Netzstation zu sehen, mit dem neuen Namen "Kalkreute Brunnenstrasse". Netzbetreiber des Trafoturms war die Energie-Versorgung Schwaben (EVS). Die neue Netzstation wird von der EnBW betrieben. Am Turm hängen allerhand für den Fotografen undurchschaubare Kabel. Wird er bald zugunsten des neuen Transformators stillgelegt werden?

 
Umspannstation Magenbuch 7 Umspannstation Magenbuch 1 Umspannstation Magenbuch 8 Umspannstation Magenbuch 10 Umspannstation Magenbuch 2
Umspannstation Magenbuch 6 Umspannstation Magenbuch 4 Umspannstation Magenbuch 5 Umspannstation Magenbuch 9 Umspannstation Magenbuch 13 Umspannstation Magenbuch 14 Umspannstation Magenbuch 19
Die Umspannstation Magenbuch
Fotos: Pit Fischer, 19. Sept. 2014 und Wolgang Radau, 11. Aug. 2015 (untere Reihe)
Die Umspannstation Magenbuch-Dorf der Energie-Versorgung Schwaben AG (EVS, heute EnBW) steht in dem kleinen Seitensträßle "An der Höhe". Der Trafo ist noch in vollem Umfang, also mittelspannungs- und niederspannungsseitig, in das alte Freileitungsnetz eingebunden.
Auf einem Mittelspannungsmast in der Nähe des Türmchens konnten wir diverse Vogelschutzarmaturen entdecken, vorbildliche wie eine Sitzstange, auf der auch große Vögel wie Störche und Greifvögel gefahrlos Platz nehmen können, Büschelabweiser, aber auch die wenig sinnvollen Lichtbogenschutzhörner (Foto unten rechts).
Die Detailabbildungen der unteren Bildreihe zeigen die alte Metalltür, die wahrscheinlich noch aus der Erbauungszeit der Turmstation stammt. Über dem Türknauf lesen wir den Hersteller: Die Deutsche Metalltüren-Werke August Schwarze AG Brackwede i.W. - gegründet 1880.

 
Trafostation Spoeck 2 Trafostation Spoeck 3 Trafostation Spoeck 4 Trafostation Spoeck 1
Die Trafostation Spöck
Fotos: Richard Molke, 2011
Die intakte Umspannstation Spöck befindet sich am alten Schulweg Nr. 4 in einem Obstgarten des Dörfchens. Spöck ist nicht weit entfernt vom Pfrunger-Burgweiler Ried. Der riedige Charakter der Landschaft zeigt sich auch in der Herkunft des Ortsnamens: Mit Spöck bezeichnete man in früher Zeit einen aus Reisig oder Knüppeln gebauten Weg zur Überquerung eines feuchten Tales (Knüppelweg).
Als Netzbetreiber ist die EVS ausgewiesen. Da diese jedoch 1997 mit dem Baden-Werk zur EnBW fusionierte, ist heute vermutlich die EnBW für diesen Turm zuständig.

 
Umspannstation Tafertsweiler Ort 1 Umspannstation Tafertsweiler Ort 2 Umspannstation Tafertsweiler Ort 3 Umspannstation Tafertsweiler Ort 5 Umspannstation Tafertsweiler Ort 6 Umspannstation Tafertsweiler Ort 8 Umspannstation Tafertsweiler Ort 9
Umspannstation Tafertsweiler Ort 10 Umspannstation Tafertsweiler Ort 11 Umspannstation Tafertsweiler Ort 12
Umspannstation Tafertsweiler Ort
Fotos: Pit Fischer, 13. März 2012
Der alte Trafoturm, heute im Netz der EnBW Regional AG, steht in Tafertsweiler in der Mengener Straße, neben Haus Nr. 12. Den gleichen Bautyp finden wir auch einige Dörfer weiter bei der Umspannstation Königseggwald Ostracher Straße.
Die Ausschnittsvergrößerungen der unteren Bildreihe zeigen das Nebeneinander von klassischen Freileitungen und neueren "Schwedenkabeln", die im Gegensatz zu den früheren blanken Drähten eine Isolierummantelung aus Polyethylen haben. Eine der Schwedenkabel-Strecken führt zum Dachanschluss des Nachbarhauses hinüber.


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Stand: 11. August 2015
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