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Auch bei uns am Bodensee sagt man zu Atomkraft: Nee!
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Stromhäusle in und um Frickingen

Zu Frickingen gehören auch die Dörfer und Weiler Altheim, Bruckfelden, Heimatsweiler und Leustetten.
 
Umspannstation Frickingen Saegewerk 1 Umspannstation Frickingen Saegewerk 2 Umspannstation Frickingen Saegewerk 8 Umspannstation Frickingen Saegewerk 15 Umspannstation Frickingen Saegewerk 9 Frickinger Stoerche auf Strommast
Umspannstation Frickingen Saegewerk 5 Umspannstation Frickingen Saegewerk 6 Umspannstation Frickingen Saegewerk 7
Die Umspannstation Frickingen Sägewerk
Fotos: Pit Fischer, 2011
Dieser stattliche Turm erzählt uns, dass früher hier mal ein Sägewerk war. Die Station steht im oberen Teil des Dorfes an der Ecke Mühlenstraße/Rebweg (beim "Adler" die Straße bergauf nehmen). Frickingen ist auch ein Dorf der Störche, wie die Abbildung rechts oben zeigt: ein Storchennest auf einem Niederspannungs-Strommast. Mehr Storchenbilder und ausführlichere Infos siehe weiter unten: Das Storchendorf Frickingen.
 
Station HSM 1 Station HSM 2 Station HSM 7 Station HSM 3 Station HSM 4
Die Station Frickingen HSM
Fotos: Pit Fischer, 25. Juli 2012
Die Turmstation der Firma HSM, einem in Frickingen ansässigen Hersteller von Aktenvernichtern und anderer Bürotechnik, ist von außen kaum zu sehen: sie ist vollständig in die Firmengebäude an der Ecke Austraße/Gewerbestraße integriert, die Zugangstür befindet sich in einem der Produktionsgebäude.
Das Netz wird hier von der Stadtwerke Überlingen Netz GmbH (SWÜ) betrieben. An der Giebelseite sind noch Reste eines früheren Mittelspannungsleitungs-Eingangs bzw. -Ausgangs zur Frickinger Umspannstation Sägewerk zu erkennen. Der ehemalige Mittelspannungsanschluss wurde kurzgeschlossen und geerdet. Damit soll verhindert werden, dass nicht mehr benötigte Anlagenteile, welche jedoch noch im Bereich der internen Schaltanlage angeschlossen sind, nicht versehentlich unter Spannung gesetzt werden können bzw. von benachbarten aktiven Leitungen keine Spannung kapazitiv oder induktiv eingeschleppt wird. Hier herrschen klare Verhältnisse, nämlich Erdpotential.

 
Station Austrasse 21 Station Austrasse 1 Station Austrasse 3 Station Austrasse 16 Station Austrasse 25 Station Austrasse 26
Station Austrasse 14 Station Austrasse 15 Station Austrasse 30 Station Austrasse 2 Station Austrasse 20 Station Austrasse 23
Station Austrasse 47 Station Austrasse 35 Station Austrasse 36 Station Austrasse 37 Station Austrasse 38 Station Austrasse 40 Station Austrasse 43
Station Austrasse 39 Station Austrasse 44 Station Austrasse 42 Station Austrasse 41 Station Austrasse 45
Station Austrasse 31 Station Austrasse 12 Station Austrasse 33
Die Station Frickingen Austraße
Fotos: Pit Fischer, 23. Juli 2012
Fotos Entstehung und Baustelle der drei unteren Reihen: Graf von Itty, 2012
Die Kompaktstation Austraße der Stadtwerke Überlingen Netz GmbH wurde 2012 in der Frickinger Austraße installiert, direkt bei einem Gebäude der Firma HSM. Gestaltet wurden die Betonfassaden von der Künstlergruppe Graf von Itty (Lutger Bleffert und David Sorms) in Sprühdosentechnik. Die Grafen von Itty bieten Auftragsgraffiti aller Art an.
Die Fotos der drei unteren Reihe zeigen den Entstehungsprozess des Kunstwerks 2012, ganz unten die Installation des Betonbaus an seinem jetzigen Platz: hier können wir erstmalig die Geburtsstunde einer Graffiti-Trafostation dokumentieren.
Die Station, die quasi recycled und generalüberholt wurde, stand früher in Überlingen in der alten Owingerstraße bei der großen Brücke am alten Kramertestgelände. Das alte DLF Graffiti in ländlichen Farben (DLF = Die Ländlichen Farben) war von einer im Bodenseekreis sehr aktiven illegalen Graffiticrew, die ihre letzten Bilder um 1999 gesprüht hat. Auf der Tür ist noch ein 'Tag' der alten Bemalung zu sehen (Tag = Signaturkürzel, welches das Pseudonym eines Writers darstellt, quasi die "Unterschrift" unter dem gesprühten Bild). Ein Werk der DLF ist noch auf der "Raketenstation" in Überlingen Hohenlinden zu sehen.
Die Station wurde auf das Werksgelände der Stadtwerke Überlingen gebracht und zunächst weiß grundiert, dann die Motive vorgezeichnet. In der zweituntersten Bildreihe sieht man den Künstler bei der Arbeit und kann die Fertigstellung der Bilder mitverfolgen. Auf den beiden oberen Bildreihen ist der Trafo bereits in Betrieb: so sieht die Station heute, also seit Juli 2012 aus.
Die ehemaligen Stadtwerke Überlingen (SWÜ) haben all ihre Gasstationen und einige ihrer Wasser- und Trafostationen von Künstlern und Künstlerinnen originell und farbenprächtig gestalten lassen. Durch die kreative Verschönerung der architektonisch anspruchslosen Kleinbauten wurden hübsche Farbtupfer in Überlingen und den umliegenden Dörfern gesetzt. Am 1. Oktober 2012 fusionierten die Stadtwerke Überlingen mit den Technischen Werken Friedrichshafen zum Stadtwerk am See.
Weitere Beispiele für Trafostationen als Kunstobjekt gibt es auf unserer Themenseite Wandmalerei, Graffiti, Illusionsmalerei.
Herzlichen Dank an die Grafen von Itty für die Infos und Fotos.


Metallauffuehrungsmast 1 Metallauffuehrungsmast 2
Die oben vorgestellte Kabelstation ist ein Baustein der teilweisen Umstellung des Frickinger Netzes von Freileitungen auf Erdverkabelung und Schwedenkabel, was nicht zuletzt auch dem Storchenschutz (siehe unten) zugute kommt. Diese beiden Fotos zeigen einen Metallaufführungsmast mit teilweise noch nicht angeschlossenen Kabeln in unmittelbarer Nähe der Graffiti-Trafostation.
 
Die Frickinger Stoerche 25 Die Frickinger Stoerche 40 Die Frickinger Stoerche 54 Die Frickinger Stoerche 45 Die Frickinger Stoerche 42
Die Frickinger Stoerche 7 Die Frickinger Stoerche 56 Die Frickinger Stoerche 5 Die Frickinger Stoerche 31
Das Storchendorf Frickingen
Fotos: Pit Fischer, 25. Juli 2012
Im Frickingen gibt es sieben (!) Storchenhorste, zwei davon auf Niederspannungs-Strommasten. Und es wird allerhand getan für die sympathischen großen Vögel: die Vogelschutzmaßnahmen im Dorf sind vorbildlich. Ein Teil des Netzes ist bereits auf Erdverkabelung umgestellt, weitere Leitungen wurden und werden durch isolierte Schwedenkabel ersetzt. Die verbliebenen Freileitungen im Dorf sind in vorbildlichster Weise durch unterschiedliche Umrüstungen wie Isolierschläuche, Stab- und Büschelabweiser, Abdeckungen usw. gesichert worden, sodass die Tiere hier vor tödlichen Stromschlägen geschützt sind.
Die Frickinger Storchennistplätze sind ausführlich im Verzeichnis Die Störche Oberschwabens: Frickingen dokumentiert.
Zum Thema Schutzmaßnahmen für Störche und andere Vögel siehe auch unsere Themenseite Vogelschutz an Freileitungen.

 
Umspannstation Altheim Kirche 2 Umspannstation Altheim Kirche 5 Umspannstation Altheim Kirche 7 Umspannstation Altheim Kirche 3 Umspannstation Altheim Kirche 6 Umspannstation Altheim Kirche 8
Die Umspannstation Altheim Kirche
Fotos: Pit Fischer, 2011
Der Turm steht in einem Wohngebiet an der Ecke Amselring/Pirolweg/Fasanenweg. Energieversorger war hier früher das Badenwerk, heute ist es die EnBW Regional AG.
 
Bruckfelden 1 Bruckfelden 4 Bruckfelden 28
Bruckfelden 17 Bruckfelden 16 Bruckfelden 12 Bruckfelden 23 Bruckfelden 20 Bruckfelden 10 Bruckfelden 18
Bruckfelden 7 Bruckfelden 5 Bruckfelden 6 Bruckfelden 25 Bruckfelden 9 Bruckfelden 26 Bruckfelden 31
Die Umspannstation Bruckfelden
Fotos obere Reihe: Richard Molke, 2008
Übrige Fotos: Pit Fischer, 2011
Bruckfelden ist ein kleiner Weiler westlich von Frickingen. Die Turmstation steht am Ortsausgang Richtung Großschönach/Gailhöfe an der Ecke Felderstraße/Zur Brücke. Auf dem rechten Bild der oberen Reihe ist im Hintergrund der Turm von Hohenbodman zu sehen, auf dem linken Bild der mittleren Reihe Schloss Heiligenberg.
Bilder untere Reihe:
Ganz links das Schild mit der Stationsbezeichnung des alten Turms (Badenwerk, heute EnBW), ganz rechts das Schild am neuen Trafo (Swü, ehemalige Stadtwerke Überlingen, heute Stadtwerk am See). Die Abbildungen in der Mitte zeigen Detailaufnahmen der Isolatoren und der Beschilderung. Die Leitungen gehen nach Lippertsreute-Ernatsreute Weiher, Lippertsreute Rathaus und Altheim Gailhöfe-Bärweilerhöfe.

 
Altheim-Heimatsweiler 2 Altheim-Heimatsweiler 26
Altheim-Heimatsweiler 5 Altheim-Heimatsweiler 12 Altheim-Heimatsweiler 35 Altheim-Heimatsweiler 10 Altheim-Heimatsweiler 22 Altheim-Heimatsweiler 19
Altheim-Heimatsweiler 25 Altheim-Heimatsweiler 27 Altheim-Heimatsweiler 28 Altheim-Heimatsweiler 29 Altheim-Heimatsweiler 30 Altheim-Heimatsweiler 24 Altheim-Heimatsweiler 32 Altheim-Heimatsweiler 23
Die Umspannstation Heimatsweiler
Photos: Pit Fischer, Februar 2008 (oberste Reihe) und 17. November 2011 (restliche Bilder)
Die Umspannstation Altheim/Heimatsweiler ist als Bauwerk vielleicht nicht so arg schön, die Aussicht über den Linzgau ist aber grandios. Insofern möchten wir diesen Turm gerne "Bellevue" taufen. Er steht zwischen Hattenweiler/Heiligenholz und Altheim, westlich von der L200, an der ausgeschilderten Abzweigung nach Pförendorf. Die Aufnahmen 2011 entstanden an einem Novembermorgen, der Nebel hatte sich gerade gelichtet.
Die Bilder der untersten Reihe zeigen Detailaufnahmen der Isolatoren und Leitungsbeschilderung. Eine Leitung führt zur Trafostation Altheim Kirche, eine nach Rickertsweiler. Früher gab es auch eine 20-kV-Leitung nach Hattenweiler-Heiligenholz und Hattenweiler-Hermannsberg, diese ist jedoch abgehängt. Die Aufnahmen rechts zeigen Graffiti am Turm.

 
Umspannstation Leustetten 6 Umspannstation Leustetten 14 Umspannstation Leustetten 7 Umspannstation Leustetten 1 Umspannstation Leustetten 15 Umspannstation Leustetten 18 Umspannstation Leustetten 16
Umspannstation Leustetten 4 Umspannstation Leustetten 19 Umspannstation Leustetten 8 Umspannstation Leustetten 3 Umspannstation Leustetten 5 Umspannstation Leustetten 17 Umspannstation Leustetten 10
Umspannstation Leustetten 24 Umspannstation Leustetten 41 Umspannstation Leustetten 29 Umspannstation Leustetten 37 Umspannstation Leustetten 50 Umspannstation Leustetten 44 Umspannstation Leustetten 27
Die Umspannstation Leustetten
Fotos: Pit Fischer, 2. Dezember 2011
Fotos unterste Reihe: Wolfgang Radau, April 2013
Die Umspannstation Frickingen-Leustetten/Oberdorf der Badenwerk AG (heute EnBW) steht am oberen Dorfrand am Ende des Badwegs, zwischen Naturerlebnisbad Leustetten und Obstplantagen. Im Hintergrund auf dem rechten Foto der oberen Reihe ist das Schloss Heiligenberg zu sehen.
Die Detailaufnahmen der mittleren Bildreihe zeigen u.a. Leitungsabgänge nach Beuren Trillenbühl und Weildorf/UA. Auch wurde an dieser Station kräftig umgebaut. Einerseits sieht man hier sehr gut die neuen grauen und einen roten Siliconisolator im Vergleich zu den ehemaligen Stabisolatoren in Breitschirmausführung daneben.
Interessant sind auch die folgenden Details auf den beiden linken Fotos der mittleren Reihe: Die Mittelspannung wird augenscheinlich nicht in den Turm eingeführt sondern über einen "Bypass" um die Ecke geleitet. Die Plastikkappen mit den Schlitzen sind Vogelschutzarmaturen. Diese werden mittels Kabelbinder befestigt und decken sensible Bereiche an Übergängen zwischen isolierten Leitungen und blankem Draht ab. Auch auf den 20KV-Einführungen findet man sie immer öfter. Ebenso sind sie auch auf Maststationen direkt auf dem Trafo montiert. Die Plastikmanschetten sind sehr glatt und bieten keine Sitzmöglichkeit für Vögel. Man möchte es den Tieren so unangenehm wie nur möglich machen, dort zu landen. Wenn die Vögel wählen können, dann gehen sie lieber auf den blanken Draht. Da können die Krallen besser greifen. Auf den beiden linken Fotos der oberen Reihe ist die fliegende "Kundschaft" der Vogelschutzmanschetten zu sehen: ein Rabe umkreist den Turm. Mehr zu diesem Thema gibt es auf unserer Themenseite Vogelschutz.
Die Bilder der untersten Reihe zeigen Turm und Landschaft über ein Jahr später in Frühlingsstimmung: Der herannahende Abend taucht das Land in zauberhaftes Licht, im Hintergrund ist die Kette der Schweizer Alpen hinter dem Bodensee zu sehen. Das zweifach ergänzte Stationsschild gibt Auskunft über den gegenwärtigen Besitzer der Turmstation: zunächst die Stadtwerke Überlingen (Swü), die dann 2012 mit den Technischen Werken Friedrichshafen zum jetzigen 'Stadtwerk am See' fusionierten.
Die neuen Fotos der unteren Reihe zeigen den Trafoturm als Landmarke in der Kulturlandschaft, eines unserer Lieblingssammelgebiete.


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Stand: 4. Mai 2013
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