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Trafohäuschen in und um Gusborn
Die zur Samtgemeinde Elbtalaue gehörende Gemeinde Gusborn besteht aus den Dörfern Groß Gusborn, Klein Gusborn, Quickborn, Siemen, Sipnitz und Zadrau:
Der Trafoturm Quickborn Hauptstraße
Fotos: Pit Fischer, November 2010 (obere Reihe) und März 2011 (untere Reihe)
Im Dorf Quickborn finden wir zwei aussergewöhnliche Trafohäuschen. Die obigen Abbildungen zeigen die Station in
der Hauptstraße, neben Haus Nr. 12 (gegenüber, in der Hauptstr. 13 befindet sich das Ev.-luth. Pfarramt).
Bemerkenswert ist hier neben dem kunstvollen Mauerwerk die Verjüngung des Turms nach oben: ein schönes Beispiel
gelungener Industriearchitektur.
Mit auf den Bildern der oberen Reihe sind noch nicht abgeräumte Absperrgitter der Polizei von den vorangegangenen
Blockadeaktionen, aufgenommen am 10. November 2010, einen Tag nach der
Castor-Blockade 2010.
Auffallend auch hier - wie im gesamten Wendland - die kreativen Dokumente künstlerischer Arbeit der unter der nuklearen
Besatzung leidenden Bevölkerung.
Weitere solcher Beispiele für Aktionskunst und Installationen gibt es in unserer Rubrik
Transformator und Kunst.
No pasarán - Die Trafostation Quickborn-West
Fotos von Siegwardt Puerrhus, November 2010 (obere Reihe)
und März 2011 (untere Reihe)
Am Ortseingang von Quickborn, ca. 100 Meter vor dem Ortsschild aus Richtung Dannenberg kommend befindet sich die
Station A906430 Quickborn West. "No pasarán" - sie werden nicht durchkommen. Diese
Parole der Spanischen Republik gegen die Faschisten unter Franco galt später für die Sandinisten in
Nicaragua im Kampf gegen die Contras - und sie gilt im Wendland beim Widerstand gegen die Castoren und das atomare Endlager Gorleben.
Der Trafoturm gehört zum militanten Atomstrom-Unternehmen e-on/Avacon.
Weitere solcher Beispiele für Wandmalerei und Graffiti gibt es in unserer Rubrik
Transformator und Kunst.
Die Turmstation Sipnitz
Fotos von Pit Fischer, 2011
Die Station A906486 Sipnitz, am Netz des Atomkraftwerkbetreibers e-on/Avacon, liegt inmitten der schönen wendischen Landschaft
direkt an der Straßenkreuzung Gümse-Sipnitz/Seybruch-Damnatz. Für Ortsfremde: von Dannenberg Richtung Dömitz fahren,
kurz nach der Gastwirtschaft Seybruch im Wald nach links abbiegen Richtung Damnatz. Nach kurzer Zeit kommt dann die oben bezeichnete
Kreuzung am Waldrand mit dem Trafohäuschen.
Die Graffiti-Bemalung des Turms weist auf den im Wendland allgegenwärtigen Widerstand der Bevölkerung gegen das
Atommüll-Endlager und die damit zusammenhängenden Castor-Transporte hin: "QUERSTELLEN" und das verbreitete "X", das
stellvertretend für den Tag X des jeweiligen Castor-Transports steht
(siehe auch X-tausendmal quer).
Auf der anderen Seite zeigt die Inschrift "STAY RUDE STAY REBEL" (Bleibe ruppig, bleibe Rebell), daß es hierzulande
wohl noch Anhänger der Rude-Boy-Bewegung gibt, die vor allem in den frühen 80er Jahren, von Jamaica und England ausgehend,
unter Jugendlichen in Zusammenhang mit Ska, Punk und Reggae ziemlich populär war.
Sipnitz hat ca. 20 EinwohnerInnen.
Weitere solcher Beispiele für Wandmalerei und Graffiti gibt es in unserer Rubrik
Transformator und Kunst.
Gewissensruhe in Klein Gusborn: Der Ehrenfriedhof für Bundestagsabgeordnete nach dem Supergau
Fotos von Siegwardt Puerrhus, November 2010
Diese Installation des Künstlers Franz Hartmann
wurde im Sommer 2001 errichtet.
Im Projekt "Gewissensruhe" wurde zu Ehren der allzu großen
Bemühungen des Deutschen Bundestages einen möglichen Supergau zu verhindern, für den Fall des Scheiterns
in Klein Gusborn bei Gorleben bereits jetzt ein Ehrenfriedhof für Bundestagsabgeordnete errichtet, um so
im gegebenem Fall den Abgeordneten eine würdevolle Ruhestätte bieten zu können.
Es wurde ein Denkmal für die eventuelle Zukunft geschaffen, das fortan als Mahnmal dienen soll.
Es besteht aus 738 Betonkreuzen mit einer Höhe von 80 cm, die kreisförmig auf ca. 2500 m2 angelegt sind
und je einen Namen und das Geburtsdatum eines der 669 Bundestagsabgeordneten sowie der 69 Mitglieder des Bundesrates tragen.
Rechtes Bild: Probebeisetzung eines unbekannten Bundestagsabgeordneten nach dem Supergau, 7. November 2010
Hier die Originalabbildung des Künstlers Franz Hartmann:
© Copyright für die Bilder
bei den Fotografen und Fotografinnen
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Stand: 13. November 2011
Carpe diem
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BI Lüchow-Dannenberg *
Bäuerliche Notgemeinschaft *
X-tausendmal quer
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