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Ein Fichtenbaum steht einsam im Norden auf kahler Höh'. (Heinrich Heine)
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Trafotürme in Brakker

Trafoturm Brakker Stationsvej 1 Trafoturm Brakker Stationsvej 2 Trafoturm Brakker Stationsvej 3 Trafoturm Brakker Stationsvej 4
Die Trafostation Brakker Stationsvej
Fotos: Michael Magnussen, März 2014
Der Trafoturm am Stationsvej in Brakker wurde im März 2014 abgerissen - unser Trafo-Friedhof hat wieder einmal Zuwachs bekommen. Schade um das architektonisch hübsche und interessante Türmchen. Das für Nordeuropa typische Sichtmauerwerk wurde hier unter Putz gelegt, was in Dänemark und Norddeutschland recht selten anzutreffen ist.
Der Trafo musste einer modernen Kompaktstation (Kabelfertigstation) weichen, siehe Foto ganz rechts. Die letzte noch verbliebene Freileitung wurde durch Erdkabel ersetzt. Auf dem zweiten Bild von links ist die alte Schalttafel aus der Erbauungszeit der Station zu sehen. Die Holzabdeckung der Schalttafel war vor dem Abriss noch immer mittels Sperrriegel und Vorhängeschloss gegen unbefugten Zugriff gesichert. Das Holz hat es sich aber anders überlegt und die Flucht nach vorn (bzw. genauer gesagt: nach unten) angetreten. Die erkennbaren Röhrensicherungen stammen ebenfalls aus der Erbauungszeit, der gekapselte Schalter wurde nachträglich montiert, ebenso die mit Kunststoff isolierten Kabel und die Phasenmarkierungen R, S und T. Hier wäre wirklich dringend Modernisierungsbedarf angebracht gewesen. Stattdessen entschied sich der Energieversorger für Abbruch: So ist aus einer neuen Niederspannungsverteilung gleich eine ganze Kompaktstation geworden. Eine Besonderheit der Schalttafel stellt hier der Werkstoff Holz dar. Unsere bisher dokumentierten Schalttafeln (Deutschland, Dänemark, Schweiz) waren alle aus Marmor, eine Holzschalttafel ist für uns ein Novum.
Die auf den Fotos zu sehenden Niederspannungsabgänge haben noch die ursprünglichen Schäkel-Isolatoren aus der Erbauungszeit. Dieser Isolatorentyp wurde verbreitet im Norden eingesetzt, aber z.B. auch oft in Oberbayern.
Die Ortschaft Brakker liegt zwischen Vejle, Kolding und Egtved und war früher Station an der Kolding-Egtved Jernbane, einer 1898 eröffneten Schmalspurbahn. 1930 wurde der Betrieb eingestellt, der Straßenname Stationsvej (Stationsweg) erinnert noch an die alten Zeiten.


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Stand: 21. Mai 2014
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