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Mir hond nind zum sage, drum mommer s Maul ufmache. (Manfred Bosch)
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Trafostationen in und um Radolfzell

Zur Stadt Radolfzell gehören auch die Ortsteile Böhringen, Güttingen, Liggeringen, Markelfingen, Möggingen und Stahringen.

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Die Trafostation Güterbahnhof Radolfzell
Photos obere Reihe: Friedbert Kowalsky, 2009 (linkes Bild) und 2010 (Bilder rechts)
Photos mittlere Reihe: Pit Fischer, 8. April 2011
Photos beide untere Reihen: Pit Fischer, 4. November 2011
Die Trafostation Güterbahnhof Radolfzell befindet sich in der Friedrich-Werber-Straße gegenüber Haus Nr. 3, Ecke Josef-Bosch-Straße, auf einem mehr oder weniger provisorischen Parkplatz unweit des Radolfzeller Bahnhofs.
Auf den beiden linken Bildern der zweiten Reihe von oben ist vor dem stillgelegten und bereits deutlich vom Verfall bedrohten alten Bau die neue Trafostation der DB Energie GmbH zu sehen - bemalt mit Graffiti. Das Erstaunen der Redaktion war gross, als sie entdeckte (wie auf den beiden mittleren Bildern der dritten Reihe von oben zu sehen ist), dass die Bahn bzw. die DB Energie GmbH ihre Trafostation abgerissen hat - aber nicht etwa die alte stillgelegte, sondern die neue moderne, die auf den beiden linken Bildern der mittleren Reihe noch am 8. April zu sehen war. Der Abbruch muss also irgendwann zwischen dem 9. April und dem 3. November 2011 stattgefunden haben. Die Redaktion, die mit dem Abriss des alten Gebäudes gerechnet hatte, wundert sich nun über diesen seltenen Fall (der uns bislang nicht untergekommen ist), dass nicht etwa eine moderne Station die Funktion einer alten abgebrochenen übernimmt, sondern dass umgekehrt die neue verschwindet.
Zu den Innenaufnahmen (Bilder rechts der untersten Reihe):
Die Fotos wurden von außen durch die Maschen des Metallgitters am Fenster im Erdgeschoss gemacht. Brombeeren beginnen nicht nur außen, sondern auch innen das Regiment zu übernehmen. Zunächst fällt der Metallrahmen an der Wand auf. Dies ist ein Trägergestell für eine Niederspannungsschalttafel, der Stabilität des verwendeten Winkelstahls nach zu urteilen für eine Tafel aus Marmor (siehe hierzu unseren kleinen Artikel über Schalttafeln). Die Zuleitungen sind noch erkennbar. Die Kabel wurden in sog. Bergmann-Rohr verlegt (ehemaliger Hersteller). Auch der Kunstaspekt ist hier interessant: Achten Sie auf die Bordüre an der Rückwand des Metallgestells. Zunächst dachten wir an Kabelschellen, die Regelmäßigkeit deutet aber auf ein Muster hin. Es wäre zumindest denkbar, dass auch auf dem Fußboden bestimmte Verlegeformen von Platten auftauchen, die aber leider von außen durch das Fenstergitter nicht erkennbar sind. Man merkt hier ganz deutlich, dass nicht nur ein Zweckbau errichtet worden war, nein auch der Ästhetik sollte genügt werden. Kunst am Bau auch innen. Ebenso die Geländerschnecke. Wer würde heute an so etwas denken? RWE, E-on, EnBW, Vattenfall? Die Fertigung der Treppe in genieteter Bauweise ist ebenso typisch für ein Bauwerk der ersten 25 Jahre des 20. Jahrhunderts. Man hat damals alles genietet, sogar das Empire State Building (wenn auch in den 30ern). Die Türenbauweise mit den Kreuzen zur Stabilisierung ist oft noch auf alten Planskizzen aus der Erbauungszeit zu entdecken. Auch hier: Originale soweit das Auge reicht.
Hier sind so viele Elemente zeitgenössischen Bauens zu finden, dass wir versuchen werden, unsere Fotodokumentation noch auszuweiten. Solche Einblicke findet man nahezu nicht mehr, einige wenige können wir auf unserer Themenseite Innenansichten von Turmstationen präsentieren.


Kleine Chronologie der Ereignisse
Man schreibt das Jahr 2009:
Mit Datum vom 1. März werden der Redaktion ein Foto (Bild ganz oben links) und folgender Text exklusiv zugespielt:
"Wir befinden uns in Radolfzell, einem verschlafenen Nest am Bodensee im östlichen Südbaden (quasi in Deutschlands letztem Zipfele), große Kreisstadt seit dem 11. Jahrhundert. Fast jeder ist schon mal durchgefahren, ohne anzuhalten - was sich nun vielleicht als großer Fehler herausstellen könnte. Denn neben einem attraktiven Gewerbegebiet und einem malerischen Bahnhofs- und Vergnügungsviertel (einige werden es aus dem Dumont-Kunstreiseführer Höri-Mettnau kennen) bietet "mein Cella Ratoldi" - wie das Städtchen von Bischof Radolf von Verona in (weißgott seltenen) gutgelaunten Momenten scherzhaft genannt wurde - einen für Kunst- und Architekturfreunde schier unglaublichen Schatz: den ersten Bauhaustransformator an Deutschlands Südküste.
Der Entdecker, der lange als verschollen geltende Meßkircher Lyriker, Heimwerker und Bauhausexperte Friedbert Kowalsky, datiert diesen Transformator auf das Jahr 1923 und kann ihn nach jahrelangen Forschungsvorbereitungen eindeutig der Werkstatt von Ludwig Mies van der Rohe zuschreiben, was einer kleinen Revolution der Kunst- und Archtitekturgeschichte gleichkommt. Die Annalen des Bauhauses werden neu geschrieben werden müssen! Fasziniert dieses Kleinod doch durch in seiner Wirkung und Aussage einmalige Klarheit der Formensprache, rechte Winkel - wo sinnvoll und nötig - und eine bestechende Ergonomie: kein opulenter Industriebarock-Stuck, keine filigrane Jugenstilschnörkelei, kein klassizistischer Bombast, kurz eine Kompromißlosigkeit, wie sie nur Bauhaus hervorbringen konnte. Noch bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts konnte man/frau den letzten Trafohauswärter (der Beruf gilt heutzutage als nahezu ausgestorben und wurde durch elektronische Wartung ersetzt) beobachten, wie er nach Feierabend behäbig aus dem Giebelfenster lehnte und selbstvergessen den Höri-Fischern zuschaute, wie sie mit ungelenken Bewegungen ihre Einbäume und Lädinen ins dämmerige Zwielicht hinausruderten, gekleidet in ihre traditionellen bunten Fischerkittel und im Schein ihrer Positionslaternen ein Shanty singend, während die Sonne gleichsam wie ein glutroter Feuerball vor der scherenschnittartig-vulkanischen Silhouette der Hegauberge in den Fluten des Untersees versank.
Ein Aufschrei ging durch die Öffentlichkeit, als unlängst in den Medien über den geplanten Abriß dieses Denkmals berichtet wurde, das einer aktuellen Mischbebauung im postmodernen Stil (auf gut deutsch: häßliche, aber gewinnbringende Betonkästen in Billigstbauweise) weichen soll - gegen den Willen der Bevölkerung. Das Kuratorium "Bauhaus Transformator Radolfzell" (BTR) unter Leitung seines Gründers Friedbert Kowalsky bemüht sich um die Abtragung des Gebäudes. Es soll in Weimar von Spezialisten wieder orginalgetreu aufgestellt werden und so der Nachwelt erhalten bleiben. Das BTR wirbt deshalb um Unterstützung und Spendengelder."
Aktuelle Meldung vom 8. April 2011:
Bislang konnte das Kuratorium anscheinend den Abriss verhindern, wie die neuen Aufnahmen (s.o. mittlere Reihe) zeigen. Kowalsky teilt der Redaktion fernmündlich mit, dass für den Tag des Denkmals 2012 eine weitere Großdemonstration vor Ort (ehemaliges Güterbahnhofgelände Radolfzell) geplant ist. Motto: Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!
Aktuelle Meldung vom 4. November 2011: Abriss!
Wie auf den beiden mittleren Bildern der dritten Reihe von oben zu sehen ist, hat die Bahn bzw. die DB Energie GmbH ihre Trafostation abgerissen - aber nicht etwa die alte stillgelegte, sondern die neue moderne, die auf den beiden linken Bildern der mittleren Reihe noch am 8. April zu sehen war. Der Abbruch muss also irgendwann zwischen dem 9. April und dem 3. November 2011 stattgefunden haben. Die Redaktion, die mit dem Abriss des alten Gebäudes gerechnet hatte, wundert sich nun über diesen seltenen Fall (der uns bislang nicht untergekommen ist), dass nicht etwa eine moderne Station die Funktion einer alten abgebrochenen übernimmt, sondern dass umgekehrt die neue verschwindet. Ein Erfolg von Kowalskys Bürgerinitiative "Kuratorium Bauhaus Transformator Radolfzell (BTR)? Oder ein Vorbote eines bevorstehenden weiteren Abbruchs? Der Redaktion liegen keine Informationen über aktuelle Planungen für das Gelände vor, das teilweise aus Brache besteht, teilweise als Parkplatz genutzt wird. Wir werden berichten.
Weitere Beispiele für abgerissene Trafostationen finden Sie auf unserem Trafo-Friedhof.
Aktuelle Meldung vom 7. November 2011: Doch nicht Bauhaus??
Die Redaktion wurde aus kunstgeschichtlich und architektonisch gewöhnlich gut informierten Kreisen darauf hingewiesen, dass dieses Gebäude mitnichten Bauhaus-Stil sei, und schon garnicht von Mies van der Rohe konzipiert worden sei. Das Kuratorium "Bauhaus Transformator Radolfzell" sei weder in Weimar noch in Radolfzell bekannt und es hätten auch keine Demonstrationen stattgefunden. Wir können den Meßkircher Nebenerwerbsdichter und Autor des Textes von 2009 sowie der Photographien in der oberen Reihe jedoch nicht um eine Stellungnahme bitten, da er in den Untergrund gegangen ist und nach unseren Informationen weder über E-Mail, Telefon noch über eine Postadresse verfügt. Wir bleiben dran.

 

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Die denkmalgeschützte Trafostation Radolfzell Markthalle von 1929
Fotos: Pit Fischer 2011
Diese im Jahr 1929 erbaute Station der Stadtwerke Radolfzell befindet sich in der Schiesserstraße 2, auf dem ehemaligen Gelände der Unterhosenfabrik Schiesser. Bei dem einstöckigen Gebäude handelt es sich um eine Kabelstation.
Wer sich für Industriearchitektur interessiert, findet direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite den weithin sichtbaren historischen Wasserturm.
Weitere Beispiele für denkmalgeschützte Trafohäuschen siehe unter Trafostationen unter Denkmalschutz.

 
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Die Umspannstation Radolfzell-Liggeringen/Adler
Fotos: Pit Fischer 2011
Dieses Trafohäuschen, eines der schönsten auf dem Bodanrück (Höhenzug zwischen den beiden "Bodenseezipfeln" Überlinger See und Untersee) liegt in Liggeringen nicht weit von der Durchgangsstraße von Radolfzell-Güttingen nach Dettingen-Konstanz, etwas versteckt oberhalb des bekannten Gasthofs Adler.
Das rund 1000 Einwohner zählende Liggeringen weist große Höhenunterschiede auf: zwischen 540 und 690 m ü.d.M. Die Vorfahren siedelten schon einige Jahrhunderte vor der ersten Urkundenerwähnung im Jahr 946 in dieser sonnigen, vom Seenebel verschonten Lage mit schönen Wäldern und Naturschutzgebieten.

 
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Die Umspannstation Markelfingen/Naturfreundehaus
Fotos: Stephan Schulz 2011 (obere Reihe) und Pit Fischer 2011 (untere Reihe)
Dieses in der Nähe des Bodenseeufers gelegene Trafohäuschen der ehemaligen Badenwerk AG (heute EnBW) steht - wie der Name der Station schon sagt - direkt beim Naturfreundehaus Bodensee in Markelfingen (mit Campingplatz) in der Radolfzeller Straße 1 (Kreisstraße K6170). Das Schild am Turm gibt Auskunft, dass eine der Leitungen in die Liggeringer Straße des Nachbarorts Möggingen führt.
 
Trafostation Stahringen Hauptstrasse 7 Trafostation Stahringen Hauptstrasse 2 Trafostation Stahringen Hauptstrasse 4 Trafostation Stahringen Hauptstrasse 5 Trafostation Stahringen Hauptstrasse 1
Die Trafostation Stahringen Hauptstrasse - inzwischen abgerissen
Fotos: Wolfgang Radau, 5. Oktober 2012
Die Trafostation des ehemaligen Badenwerks, laut erneuertem Stationsschild später von den Stadtwerken Radolfzell betrieben, stand in der Hauptstraße 36. Der schöne restaurierte alte Turm im barockisierenden Heimatstil hatte noch die hübsche Metallspitze aus der Erbauungszeit.
Im April 2016 entdeckte unser Fotograf, dass die hübsche alte Turmstation abgerissen worden ist und durch eine moderne Kompaktstation für Erdkabel ersetzt wurde. Der Zeitpunkt des Abbruchs muss also zwischen dem Zeitpunkt der Fotoaufnahmen 2012 und Frühjahr 2016 gelegen haben. Mehr zum Thema siehe unter Trafo-Friedhof.

 
Umspannstation Stahringen/Homburg 1 Umspannstation Stahringen/Homburg 3 Umspannstation Stahringen/Homburg 4 Umspannstation Stahringen/Homburg 2
Umspannstation Stahringen/Homburg 6 Umspannstation Stahringen/Homburg 7 Umspannstation Stahringen/Homburg 10 Umspannstation Stahringen/Homburg 9
Die Umspannstation Stahringen/Vorderhomburg
Fotos: Thomas Frings, 19. Mai 2012 und 28. September 2012 (untere Reihe)
Die Trafostation der Stadtwerke Radolfzell steht 300 m unterhalb der hinteren Homburg auf dem Weg nach Stahringen. Die Burg Homburg ist eine hochmittelalterliche Ruine bei Stahringen. Wie eine Landmarke blickt das hübsche Türmchen über die zauberhafte Landschaft hinunter zum Untersee und hinüber zu den Schweizer Alpen (Säntis).

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Stand: 13. Mai 2016
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