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Hauptsach mr wisset immer wa d Hauptsach isch. Alls ander isch Nebesach. (Manfred Bosch)
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Trafohäuschen in und um Engen

Zur Stadt Engen gehören auch die Dörfer Anselfingen, Bargen, Biesendorf, Bittelbrunn, Neuhausen, Stetten, Welschingen und Zimmerholz.

Trafoturm Engen bei der alten Tankstelle
Der Trafoturm in Engen bei der alten Tankstelle
Foto: Richard Molke, November 2012
In der Stadt Engen konnte die Trafohäuschen-Redaktion bisher vier Trafotürme ausmachen, dieser ist der älteste von den vieren. Leider hat unser zerstreuter Fotograf vergessen, wo er steht. Scheint neben einer ehemaligen Tankstelle zu sein und genauso stillgelegt wie diese.
An dieser Station kamen offensichtlich früher zwei Mittelspannungsleitungen an. Eventuell war der zweidrähtige Abgang darunter eine Signalleitung zu Steuerungs- oder Überwachungszwecken. Diese müsste auch auf den Mittelspannungs-Masten geführt worden sein. Aus dem Dach wächst ein Bäumchen, woraus wir schließen können, dass der Transformator mit Sicherheit nicht mehr am Netz ist.
Engen bekam 1896 durch ein Wasser- und Dampfkraftwerk eine eigene Stromversorgung. Als diese nicht mehr ausreichte, wurde 1912 ein Vertrag mit dem Kraftwerk Laufenburg am Rhein abgeschlossen (siehe hierzu auch den Text beim alten E-Werk Singen). 1920 übernahm die Stadt Engen das örtliche Elektrizitätswerk und kaufte von 1975-1997 auch die Stromnetze vom Kraftwerk Laufenburg zurück (Quelle: Webseite der Stadtwerke Engen).

 
Trafoturm Felsenparkplatz 1 Trafoturm Felsenparkplatz 2 Felsenbrauerei mit Trafoturm
Die Trafostation Engen Felsenparkplatz
Fotos: Richard Molke, November 2012
Das rechte Foto von 1980 wurde uns netterweise von Pit Geier aus seiner Sammlung Alte Fotos aus Engen zur Verfügung gestellt.
Das Trafohäuschen steht auf dem sog. "Felsenparkplatz" an der Straße "Am Maxenbuck". Die Trafostation diente früher vor allem der Stromversorgung der Felsenbrauerei Engen, die dort stand, aber Mitte der 1980er Jahre abgerissen wurde. Das alte Sudhaus der Brauerei ist aber noch vorhanden und wurde saniert. Das alte Foto rechts zeigt den Trafoturm mit der Felsenbrauerei, bevor diese abgerissen wurde.
Der stattliche Bau ist von einem Gitter für Rankpflanzen umgeben, was im Sommer sicher schön aussieht. Über der Tür wurde eine Wandmalerei angebracht.

 
Trafostation Engen Distelstrasse 6 Trafostation Engen Distelstrasse 2 Trafostation Engen Distelstrasse 29 Trafostation Engen Distelstrasse 9 Trafostation Engen Distelstrasse 37 Trafostation Engen Distelstrasse 4 Trafostation Engen Distelstrasse 3
Trafostation Engen Distelstrasse 12 Trafostation Engen Distelstrasse 11 Trafostation Engen Distelstrasse 21 Trafostation Engen Distelstrasse 28 Trafostation Engen Distelstrasse 32
Die Trafostation Engen Distelstraße
Fotos: Pit Fischer, 26.10.2012 und Wolfgang Radau, 14.05.2013
Die große Trafostation mit Anbau steht in der Distelstraße an einem Hang, unterhalb befindet sich eine Schule. Ein Schild mit dem Stationsnamen ist nicht vorhanden.
 
Trafostation Engen Mundingstrasse 4 Trafostation Engen Mundingstrasse 2 Trafostation Engen Mundingstrasse 3 Trafostation Engen Mundingstrasse 6 Trafostation Engen Mundingstrasse 1
Der Trafoturm Engen Mundingstraße
Fotos: Pit Fischer, 26. Oktober 2012
Die gut gepflegte Turmstation steht in der Mundingstraße in der Nähe der Gaugelmühle. Ein Schild mit dem Stationsnamen ist nicht vorhanden.
 
Trafoturm Neuhausen bei der Kiesgrube 1 Trafoturm Neuhausen bei der Kiesgrube 2 Trafoturm Neuhausen bei der Kiesgrube 3 Trafoturm Neuhausen bei der Kiesgrube 4 Trafoturm Neuhausen bei der Kiesgrube 5 Trafoturm Neuhausen bei der Kiesgrube 6
Der Vogelhaus-Trafoturm bei der Kiesgrube Neuhausen
Fotos: Pit Geier, Juni 2013
Fahren wir von Mühlhausen-Ehingen nach Neuhausen und biegen direkt vor dem Ortsschild Neuhausen beim Bolzplatz rechts ab, dann können wir nach ca. 200 Metern dieses stillgelegte Trafohäuschen zwischen Neuhausen und der Kiesgrube nicht übersehen. Schon von weitem zu sehen, steht es idyllisch an einem Gerstenfeld frei in der Landschaft unter dem blauen Hegauer Himmel. Naturfreunde haben dem nun trafolosen Türmchen eine neue Funktion verschafft: in einem Fenster wurde eine Einflugöffnung angebracht (z.B. für Eulen, Turmfalken, Fledermäuse), an den Fassaden wurden allerlei Vogelhäuschen und ein Fledermauskasten aufgehängt (siehe Ausschnittsvergrößerung ganz rechts).
Mehr zu diesem Thema siehe auf unserer Sonderseite Trafotürme und Naturschutz.

 
Trafostation Neuhausen Freiheitstrasse 1 Trafostation Neuhausen Freiheitstrasse 2
Die Trafostation Neuhausen in der Freiheitstraße
Foto: Pit Geier, Juni 2013 (rechts eine Ausschnittsvergrößerung)
Die gepflegte Turmstation steht direkt hinter der Kirche in der Ortsmitte von Neuhausen. Der Trafo bekommt seine Mittelspannung noch über Freileitung, die Niederspannungsleitungen wurden bereits durch Erdkabel ersetzt.
 

Trafoturm Welschingen beim Kieswerk 1 Trafoturm Welschingen beim Kieswerk 2 Trafoturm Welschingen beim Kieswerk 3 Trafoturm Welschingen beim Kieswerk 4 Trafoturm Welschingen beim Kieswerk 5 Trafoturm Welschingen beim Kieswerk 6
Trafoturm Welschingen beim Kieswerk 7 Trafoturm Welschingen beim Kieswerk 10 Trafoturm Welschingen beim Kieswerk 8
Der Trafoturm beim Kieswerk Welschingen
Fotos: Pit Geier, Juni 2013 und Wolfgang Radau, Juni 2015 (untere Reihe)
Kommen wir aus Richtung Singen auf der L191 und biegen kurz vor Welschingen rechts ab, stoßen wir nach ca. 200 Metern beim Kieswerk Storz auf dieses alte Trafohäuschen. Es ist noch in Betrieb, die Mittelspannung wird immer noch über Freileitung eingeführt.
Die Niederspannung ist hier bereits auf Erdkabel umgestellt, oben an den Turmfassaden sind von den ehemaligen Abspannungen noch links die alten Rillentellerisolatoren der Größe N80 und rechts Schäkel-Isolatoren erhalten geblieben (siehe hierzu Isolatoren der Epoche 1). Augenscheinlich ist dies nicht mehr die Originalbestückung. Erkennbar sind vielmehr die eingelassenen Stahlträgerportale, welche typisch für den Stationsbau der Epoche 1 waren, wenn auch gegen deren Ende zu Beginn der 1920er Jahre, wie es hier wahrscheinlich sein wird. An der Vorderseite sieht man die neuen, kleinen Ableiter. Dass die älteren viel größer waren, erkennt man an den Aussparungen des Gesimses am Mittelspannungs-Eingang: drei Lücken, welche man heute natürlich längst nicht mehr bräuchte. Die Durchführungen sind auch hier wieder im Schrägsitz montiert, was ein Abtropfen des Regenwassers nach unten begünstigt.
Es scheint sich um eine abnehmereigene Station zu handeln. Dafür spricht der auf auf dem Bild ganz rechts zu sehende linke Niederspannungs-Abgang, welcher nicht wie sein Nachbar nebenan direkt aus der Turmwand gespeist wurde, sondern über einen im kleinen Schaltkasten weiter unten gelegenen Hebelschalter wahlweise zu- bzw. abgeschaltet werden konnte. Man sieht dort an der Wand die Steigleitung nach oben zum Abspannportal.

 
Trafoturm Zimmerholz 3 Trafoturm Zimmerholz 5 Trafoturm Zimmerholz 1 Trafoturm Zimmerholz 6 Trafoturm Zimmerholz 7 Trafoturm Zimmerholz 8
Die Trafostation in Zimmerholz
Fotos: Pit Fischer, 2011
Der Trafoturm steht in der Seitenstraße "Am Loh", etwas oberhalb der Durchgangsstraße von Engen nach Stetten (K6130). In seinem gepflegten Gärtchen fügt er sich malerisch ins Dorfbild ein - die Freileitung entschwindet unseren Blicken den grünen Abhang hinauf zum Horizont.

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Stand: 15. September 2015
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