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Das Rhône-Ufer: Nougat und Zentrum der französischen Atom-Mafia
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Trafotürme in und um Montélimar

Trafoturm bei Montelimar 1 Trafoturm bei Montelimar 2   Atomkraftwerk Cruas 2 Atomkraftwerk Cruas 3
Ein Trafohäuschen bei Montélimar
Fotos: Jochen Prestel und Nicole Iwanow (Kühlturm), Juli 2012
Hier wurden die Freileitungen teilweise auf isolierte Schwedenkabel umgestellt.
Die beiden rechten Fotos zeigen den Kühlturm des Atomkraftwerk Cruas in der Nähe von Montélimar. Hier wurde im Jahr 1991 das Monumentalwandbild "Aquarius" nach einem Entwurf des französischen Malers Jean-Marie Pierret auf einer Fläche von 12500 Quadratmetern auf den Kühlturm gemalt. Das Gemälde zum Thema "Ökologie" ist an Zynismus kaum zu überbieten. Es zeigt ein Kind, das aus einer Muschel Wasser auf eine Glaspyramide gießt, was die Bedeutung von Luft und Wasser symbolisieren soll - ein menschenverachtender Versuch der mächtigen französischen Atomindustrie, die tödlichen Gefahren der Atomenergie zu verschleiern und zu verharmlosen. Wenn das Kind in dieser Gegend geboren wurde und sich oft in der Nähe einer der Atomanlagen aufgehalten hat, hat es mit einiger Wahrscheinlichkeit Leukämie. Auch die nebenan stehenden Alibi-Windräder sollen wohl suggerieren, Atomkraft sei gleichermaßen umweltfreundlich wie Windenergie. Eine ähnliche Politik verfolgten auch die deutschen Atomkonzerne nach der Fukushima-Katastrophe: hier war von "Brückentechnologie" die Rede, von einem ergänzenden Hand-in-Hand von Atom und erneuerbaren Energien, was ihnen aber sowieso fast niemand geglaubt hat. Das Rhôneufer zwischen Valence und Avignon ist eines der Zentren der Atom-Mafia. Wer sich fragt, warum es ausgerechnet an der Rhône so eine Ballung von Atomanlagen gibt: Zum einen wird Kühlwasser gebraucht, das ein großer Fluss liefert. In einem Reiseführer steht sogar zu lesen, dass Paris dort gerne Atomkraftwerke plaziert, weil die Rhône-Region schwach besiedelt ist und um den renitenten Südfranzosen eins reinzuwürgen. Allerdings wird die schwache Besiedelung relativiert, wenn man bedenkt, dass im fruchtbaren Rhôneland sehr viel Gemüse und Obst produziert wird. Na dann Prost Mahlzeit, kann man da nur sagen.
Aber auch in Frankreich regt sich wachsender Widerstand, als Beispiele unter vielen hier ein Link zum Netzwerk Sortir du nucléaire und zur Homepage des international wirkenden Eichhörnchens Cécile Lecomte.

 
Noch ein Trafoturm bei Montelimar 1 Noch ein Trafoturm bei Montelimar 2
Noch ein Trafohäuschen bei Montélimar
Fotos: Jochen Prestel, Juli 2012
Auch hier sind wieder Schwedenkabel zu sehen. Der Fotograf kann sich des Eindrucks nicht verwehren, dass alle südfranzösischen Trafotürme irgendwie gleich aussehen.

© Copyright für die Bilder
bei den Fotografen und Fotografinnen

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Stand: 12. August 2012
Carpe diem

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