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Trafohäusle in und um Hoßkirch

Zu Hoßkirch gehören auch die Ortsteile Hüttenreute und Kleewiesen.

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Die Umspannstation Watt-Forsthaus am Hoßkircher See
Letzte Jahre und Ende eines Trafohäuschens

Fotos: Pit Fischer und Siegwardt Puerrhus, 2010 - 2012
Der gute alte Hoßkircher Trafoturm: links noch mit seinen alten Freileitungen zu sehen, dann kommt der Kabelpflug (2. Abb. von links), 2011 werden die Freileitungen abgebaut und eine moderne Kompaktstation für Erdverkabelung aufgestellt (Abb. Mitte) und dann am 24. April 2012 der von uns dokumentierte Abriss.

Und hier die ganze Fotostory von 2010 bis zum Abriss:

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Die Umspannstation Watt-Forsthaus HUERT-E-UST-003
Fotos: Pit Fischer, März 2010
Wie der Name schon sagt, kriegt von diesem Trafohäuschen das Forsthaus seine Volt und Watt (und manchmal sogar Kilowatt). Landschaftlich unglaublich schön etwas außerhalb von Hoßkirch in der Nähe des Hoßkircher Sees gelegen (geographisch korrekte Bezeichnung: Königseggsee, im Volksmund "Hoki-See"), verteidigt sich dieser Trafoturm fernab der Brennpunkte gegen die Anfechtungen der Moderne. Aber schon steht eine bedrohliche Maschine bereit: ein Kabelpflug rückt an (Bild ganz rechts), ein Gerät um Erdkabel zu verlegen. Man schreibt das Jahr 2010.

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Umstellung auf Erdkabel und eine neue Kompaktstation
Fotos: Pit Fischer, 23. Juli 2011
Der Turm steht zum Glück noch, aber die Befürchtungen bestehen weiter. Der alte Trafo hat einen neuen kleinen Kollegen bekommen mit der Stationsbezeichnung HUERT-E-UST-009. Auf dem dritten Bild von rechts ist am noch fehlenden Deckbelag auf der Straße zu sehen, wo das neue unterirdische Kabel verläuft. Auf dem zweiten Bild von links ist die provisorische freiliegende Verbindung (Erdkabel) vom alten zum neuen Trafo abgebildet. Der Strom wird vom neuen Trafo behelfsmäßig ins Turminnere geleitet um an den bestehenden Stellen aus der Turmwand in die Leitung zu gehen. Dafür braucht es aber heute keinen Turm mehr. Ein weiteres Indiz für den geplanten Abriss: Die Mittelspannung wird nicht mehr eingeführt. Sie ist nur noch vorläufig an der Turmwand abgespannt. Eine letzte Freileitung ist noch in Betrieb.
Die Wanderwegschilder beim Turm zeigen: diese traumhaft schöne Landschaft lädt nicht nur zum Baden im See ein, sondern auch zum Wandern und zu Fahrradtouren. Hoßkirch liegt südlich des waldreichen Höhenzugs Wagenhart und gehörte bis zur Kreisreform 1973 zum ehemaligen Landkreis Saulgau. Auf dem zweiten Bild von rechts ist im Hintergrund der Kirchturm von Hoßkirch zu erkennen.


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Die letzten Bilder
Fotos: Pit Fischer, 21. Oktober 2011
Alle Holzmasten mit den Freileitungen sind abgebaut. Drei einsame Isolatoren an der Wand sind von der alten Anlage noch geblieben. Der Turm steht aber noch an diesem nebligen Herbstvormittag. Der Wetterbericht hatte eigentlich Sonne angesagt.
 
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24. April 2012: der Abriss
Fotos: Siegwardt Puerrhus, 24. April 2012
Ein trauriger Tag: der Abrissbagger ist da. Unser gutes altes Trafohäuschen ist nur noch ein Häuflein Bauschutt, der sofort mit einem LKW abtransportiert wird. Die Epoche der Freileitungen ist nun auch im Hoßkircher Ortsteil Watt-Forsthaus zu Ende, der moderne Kasten-Trafo HUERT-E-UST-009 hat die Aufgabe der alten Turmstation HUERT-E-UST-003 übernommen. Viele werden sagen: war doch nur eine olle Trafostation. Uns war das harmlose Türmchen aber ans Herz gewachsen, eine vertraute und sentimentale Jugenderinnerung für alle, die als Kinder und Jugendliche von Saulgau an den Hoßkircher See zum Baden geradelt sind, oder mit den Pfadis zum Zelten. Damals war die Straße von Saulgau über Hüttenreute nach Hoßkirch noch ein Feldweg. Der vertraute Anblick wird uns fehlen. Der Kirchturm steht wenigstens noch.
Und schließlich war dieses Trafohäuschen zusammen mit dem Trafoturm im Schwarzachtal der Auslöser für diese Fotosammlung.
Man hätte die Turmstation auch einfach stehenlassen können - baufällig war sie nicht. Es gibt bereits viele Beispiele, wo solche leerstehenden Kleinbauten zur Wohnstatt für Eulen, Fledermäuse, Falken und andere Getüme umfunktioniert wurden, siehe in unserer Rubrik Naturschutz.
Unserem Saulgauer "rasenden Reporter" Siegwardt Puerrhus ist mit diesen Fotos zum zweiten Mal die Dokumentation eines Abbruchs gelungen, nachdem er 2011 bereits den Abriss des Sulzdorfer Trafoturms im Bild festhalten konnte.
Wollen wir hoffen, dass unser Trafo-Friedhof nicht noch mehr Zuwachs bekommt, sondern dass solche funktionslos gewordenen Türme in Zukunft immer öfter zu Tierhotels umgebaut werden oder sich durch andere neue Verwendungsformen nützlich machen können. Fortschritt und Bewahren müssen sich nicht ausschließen, wie unsere Beispiele zeigen.

 
Umspannstation Huettenreute 1 Umspannstation Huettenreute 6 Umspannstation Huettenreute 2 Umspannstation Huettenreute 4 Umspannstation Huettenreute 7 Umspannstation Huettenreute 8
Die Umspannstation Hüttenreute Ort
Photos von Richard Molke, 2011
Mitten im Dorf gelegen, nicht weit von der Durchgangsstraße von Hoßkirch nach Bad Saulgau (von Hoßkirch kommend noch vor dem Landgasthof Hirsch rechts von der Straße etwas versteckt zwischen Häusern). Auch den Hühnern scheint es gut zu gehen (zweites Bild von links).
 
Umspannstation Kleewiesen 1 Umspannstation Kleewiesen 12 Umspannstation Kleewiesen 10 Umspannstation Kleewiesen 8 Umspannstation Kleewiesen 6 Umspannstation Kleewiesen 3 Umspannstation Kleewiesen 4 Umspannstation Kleewiesen 7
Die Umspannstation Kleewiesen
Fotos: Pit Fischer, 2011
Die Umspannstation "Hoßkirch Kleewiesen-Ort HOSSK-E-UST.004", so die aktuelle Stationsbezeichnung des heutigen Energieversorgers EnBW Regional AG, steht am Hofgut Kleewiesen, ein Stückchen außerhalb von Hoßkirch in Richtung Königseggwald (oberhalb vom alten Hoßkircher Bahnhof und Hoßkircher See links abbiegen).
Das Detailfoto (vierte Abb. von rechts) zeigt Leitungsabgänge (L1-L3) zur Umspannstation Königseggwald Hosskircherweg, die wir ebenfalls schon fotografiert haben.


© Copyright für die Bilder
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Stand: 11. Juni 2012
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